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Eddie Murphy in „Zuhause ist der Zauber los“ im Kino

Man kann die neue Eddie-Murphy-Komödie auf zwei Arten lesen: Auf der einen Ebene erzählt Regisseur Karey Kirkpatrick („Ab durch die Hecke“) im Rahmen gängiger Genrekonventionen von dem geschiedenen Vater Evan Danielson (Murphy), der komplett in seiner Arbeit aufgeht und für seine kleine Tochter Olivia keine Zeit hat. Am Ende aber steht für ihn die Entscheidung an: zwischen einem Business-Meeting, bei dem es um seine berufliche Zukunft geht, und dem schulischen Herbstsingen, bei dem Olivia mit einer Strophe von „All You Need Is Love“ reüssieren will. Das ist wahrlich dick aufgetragener Kitsch, der von einem kompetenten Ensemble gleichwohl charmant vorgetragen wird.
Auf einer zweiten Ebene enthält der Film einen völlig überdrehten Kommentar zur aktuellen Finanzkrise: Danielson nämlich geht dem Beruf des Anlageberaters nach, was der Film in einer sich ständig steigernden Abfolge von Nonsensszenen – bei denen eine Schmusedecke, zwei Fantasieprinzessinnen und ein Pseudo-Weisheiten verkündender Pseudo-Indianer eine gewichtige Rolle spielen – in die Nähe von Wahrsagen aus dem Kaffeesatz rückt. Das erscheint ebenso lustig wie treffend und gibt Murphy die Gelegenheit, endlich einmal wieder ohne absurde Verkleidungen und ein Übermaß an Grimassen zu brillieren.

Text: Lars Penning

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Zuhause ist der Zauber los“ im Kino in Berlin

Zuhause ist der Zauber los (Imagine That), USA 2008; Regie: Karey Kirkpatrick; Darsteller: Eddie Murphy (Evan Danielson), Thomas Haden Church (Johnny Whitefeather), Yara Shahidi (Olivia Danielson); Farbe, 107 Minuten

Kinostart: 29. Oktober

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