Trashtravestie

„Ediths Glocken – Der Film“ im Kino

Eigentlich geht Kneipenwirtin ­Jutta, „die Joan Collins aus Britz“, an Heiligabend immer mit Solarium-Uschi und Fressnapf-Marita zum Men Strip

Foto: Xiomara Bende
Foto: Xiomara Bende

Doch dieses Jahr feiert Jutta mit ihren Busenfreundinnen Brigitte und Edith. Edith lädt zu sich ein („Bei mir is eh schon dreckig“) und will kochen („Steht doch uff de Packung, wie’t jeht!“) – so sie denn die Gans in die Mikrowelle kriegt.
Seit 2004 spielen Ades Zabel und seine Mitstreiter jeden Advent ihr Theaterstück „Wenn Ediths Glocken läuten“. Jetzt haben sie das „Neuköllnical“ auf Film gebannt. Dabei nahmen Zabel und Biggy van Blond, nach den durchwachsenen Leinwandwerken „Mutti – Der Film“ und „18.15 Uhr ab Ostkreuz“ die Regie ganz in die eigenen Hände, unterstützt von Nicolai Tegeler. Sie verzichteten auf große Abweichungen von der Bühnenhandlung, entstanden ist dennoch mehr als abgefilmtes Theater.
Weitere beliebte Figuren sind ­dabei, sei es Brigittes Tochter Ilonka, das schwule Ossi-­Pärchen Kevin-Adriano und Enrico-Norman oder der griechische Klempner Kakalakis. Ein schräger, vergnüglicher Weihnachtsfilm für alle, die „normale“ Weihnachts­filme nicht mögen.

Ediths Glocken – Der Film D 2016, 100 Min., R: Ades Zabel, Biggy van Blond, Nicolai Tegeler, D: Ades Zabel, Biggy van Blond, Bob Schneider, Start: 27.11.

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