Kino & Stream

„Ehren-Lola“ von Lars Penning

Lars Penning
Die mit dem Deutschen Filmpreis verbundenen Preisgelder solle man zukünftig lieber in die kulturelle Filmförderung des Bundes stecken und den von den Mitgliedern der Deutschen Filmakademie gewählten Preisträgern einfach eine undotierte Ehren-Lola in die Hand drücken. Eigentlich eine prima Idee, schließlich ist die Tatsache, dass die Mitglieder eines privaten Vereins unterei­nander Staatsgelder verteilen, seit Langem umstritten. Allerdings scheint dies Frau Niehuus weit weniger zu stören als ihre Vermutung, dass die Mitglieder der Akademie Preis und Geld lieber an unkommerzielle Filmemacher vergeben, die das Geld dringender benötigen als die (wenigen) erfolgreichen. Damit kein Missverständnis entsteht: Bei den Preisgeldern geht es um eine Art Anschlussförderung für das jeweils nächste Projekt, die Filmemacher können das Geld also nicht in Champagner investieren. Wirklich haltbar scheint die Behauptung von Frau Niehuus angesichts der vielen Preisträger aus dem gehobenen Arthouse-Bereich (auch eine Form von Mainstream) allerdings kaum und vor allem: Was würde daraus folgen? Fördergeld in Zukunft nur noch für drei potenzielle Multiplex-Filme? Die Diskussion bleibt spannend.

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