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Ein Alexander-Kluge-Abend im fsk

In Gefahr und größter Not

Ein Ophthalmogramm ist „eine apparative Aufzeichnungen der Augenbewegung“. Wer einen so spezifischen Begriff auf etwas anderes anwendet, wie es der argentinische Regisseur und Philosoph Marcelo Schuster mit seinem Film „Das Ophthalmogramm der Geschichte“ über Alexander Kluge getan hat, der setzt sich verschärft der Metaphernkontrolle aus. Was wird also genau abgelesen? Geschichte oder doch der Blick darauf? Hier eine Antwort von Marcelo Schuster: „Als einer der Protagonisten und Sprecher des Neuen Deutschen Autoren-Films der siebziger Jahre erinnern Kluges Filme an die Anfänge der Kinematographie und deren Fragen zu Beginn der Filmgeschichte: Wie entsteht eine eigene Sprache mittels Kamera und Projektor? Wie zeigt sich die Spannung von Licht und Dunkel durch die Linse der neuen Apparatur? Was sehen wir? Was ist ein Auge, wenn es vermittels einer Maschine sieht?“

Ein Alexander Kluge-Abend
Das Opthalmogramm der Geschichte, Mexiko 2010, Regie: Marcelo Schuster; In Gefahr und größter Not bringt der Mittelweg den Tod, Deutschland 1974, Regie: Alexander Kluge und Edgar Reitz; Do 7.6., 20.00 Uhr, fsk-Kino in Anwesenheit von Marcelo Schuster

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