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Ein Berliner Schwede sticht alle aus

First Step Awards 2013

Jöns Jönsson, Absolvent der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“, hat mit seinem Abschlussfilm „Lamento“ in der Kategorie Abendfüllender Spielfilm den First Step Award gewonnen. Der Schwede setzte sich dabei gegen namhafte Konkurrenz wie „Fünf Jahre Leben“, „Finsterworld“ oder „König von Deutschland“ durch, die sich bereits im Kino ihre Meriten verdiente oder – im Fall von „Finsterworld“ – kurz vor dem Kinostart steht. Vielleicht steigert die Auszeichnung die Chancen auf einen Verleih für „Lamento“, ein Drama über eine Mutter, die nur schwer über den Selbstmord ihrer Tochter hinwegkommt.
Bei der Vergabe des renommierten Nachwuchspreises stach die Filmakademie Baden-Württemberg mit drei Auszeichnungen besonders heraus. Bei den Spielfilmen bis 60 Minuten war Barbara Ott mit „Sunny“ erfolgreich. Das Jugenddrama um einen 17-jährigen Vater entstand in Zusammenarbeit mit ARTE, SWR und BR. Den No Fear Award sicherte sich Produzentin Cosima Degler für das Drama „Zwei Mütter“ über ein lesbisches Paar mit Kinderwunsch, der Film ettstand innerhalb des Kleinen Fernsehspiels vom ZDF. Auch bei den Werbefilmen kam der Gewinner von der Ludwigsburger Hochschule, Tobias Haase mit seinem Aufsehen erregenden Diplomprojekt „MCP“. In dem Spot wird der junge Hitler von einem Mercedes überfahren.
Zwei weitere Auszeichnungen wanderten ins benachbarte Ausland an die Zürcher Hochschule der Künste. Talkon Hamzavi setzte sich mit „Parvaneh“ – einer Geschichte über eine afghanische Migrantin im Züricher Stadtdschungel – bei den Kurz- und Animationsfilmen durch. Migrantenschicksale stehen auch im Zentrum des siegreichen Dokumentarfilms „Neuland“ von Anna Thommen, der gemeinsam mit dem Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) realisiert wurde.
Den Ehrenpreis erhielt in diesem Jahr Rosa von Praunheim. Am Rande der Preisverleihung am Montag wurde bekannt, dass mit Senator Film ein neuer Partner bei First Steps einsteigt.

Quelle: Blickpunkt:Film

Foto: First Step Awards

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