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Ein Blick zurück: Batman im Kino

Christian Bale in

Mit seiner Batman-Trilogie „Batman Begins“, „The Dark Knight“ und – aktuell im Kino – „The Dark Knight Rises“ hat Regisseur Christopher Nolan neue Maßstäbe gesetzt. Zum Filmstart des Trilogie-Abschlusses haben wir in unseren Archiven gewühlt und eine Bilderstrecke mit Aufnahmen aus früheren Batman-Verfilmungen zusammengestellt.
Fast schon archaisch muten dabei die Filmstills aus der ersten Batman-Verfilmung „Batman hält die Welt in Atem“ aus dem Jahr 1966 an. In der Rolle des Fledermaus-Mannes ist hier Adam West zu sehen, der den Batman auch schon in der Fernsehserie spielte, auf der der Film basiert. Cinema.de beschreibt den Film im Nachhinein als „Groovy“: „Wackelnde Kulissen, ein Joker mit überschminktem Schnäuzer und Anti-Hai-Bat-Spray: Anders als bei The Dark Knight herrscht hier die bunte Naivität der Swinging Sixties.“
Ganz anders kam die erste Batman-Verfilmung von Tim Burton im Jahr 1989 daher. Der Film wurde als Triumph des Designs über die Geschichte gefeiert – psychlogischer Tiefgang war nicht zu erwarten, dafür ein Fest für Augen und Ohren. War Batman durch die TV-Serien der 60er und 70er-Jahre eher zu einer Art Kindergarten-Held degeneriert, kehrte Burton in seiner Verfilmung die dunkle Seite des Helden wieder in den Vordergrund. Die Rolle von Bruce Wayne/Batman übernahm Michael Keaton, der zuvor bereits in „Beetlejuice“ mit Burton zusammengearbeitet hatte. Mit dabei waren auch Jack Nicholson als Joker und Kim Basinger als Vicky Vale.
Nach dem riesigen Kassenerfolg von „Batman“ folgte drei Jahre später „Batman Returns“, ebenfalls unter der Regie von Tim Burton und mit Michael Keaton als Batman.
Joel Schumacher führte dann 1995 in „Batman Forever“ Regie, eine Fortsetzung, die vor allem durch das Studio Warner Bros. vorangetrieben wurde. Nachdem neben Burton auch Michael Keaton auf eine weitere Mitwirkung als Batman verzichtet hatte, übernahm Val Kilmer das schwarze Fledermaus-Kostüm. Im Gegensatz zu den düsteren Burton-Verfilmungen präsentierte „Batman Forever“ – wie auch die spätere Fortsetzung „Batman & Robin“ – eine bunte und grelle Optik.
Dem Erfolg an der Kinokasse tat dieser Stilwechsel jedoch keinen Abbruch und so kam 1997 „Batman & Robin“ in die Kinos. Auf dem Regiestuhl nahm erneut Joel Schumacher Platz. Keine zweite Chance als Batman erhielt jedoch Val Kilmer – er wurde von George Clooney abgelöst. Und obwohl auch die Rolle des Batman-Widersachers Mr. Freeze mit Arnold Schwarzenegger sehr prominent besetzt war, wurde der Film ein Flop, der sowohl bei den Kritikern als auch an der Kinokasse scheiterte.
Das Studio Warner Bros., das die Rechte an Batman besitzt, sah die Filmreihe nun in einer Sackgasse und wollte zunächst keine Zustimmung zu weiteren Verfilmungen geben. Erst nach den großen Erfolgen anderer Comic-Verfilmungen wie „X-Men“ oder „Spiderman“ entschloss man sich, den dunklen Ritter wieder aus der Versenkung zu holen. Der Mythos sollte neu aufgerollt werden und in Christopher Nolan, der zuvor mit „Memento“ und „Insomnia“ Erfolge gefeiert hatte, fand man – neben Christian Bale als Batman – auch auf dem Regiestuhl die ideale Besetzung.

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