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„Ein Jahr vogelfrei“ im Kino

Ein Jahr vogelfrei

Der eine will endlich der Hektik des Geschäftslebens Adieu sagen, der andere hat Angst davor, sesshaft zu werden, und der Dritte lebt wieder bei seinen Eltern: drei Männer in der Krise. Ihre Zuflucht finden sie im Beobachten seltener Vögel. Das allerdings ist, so wie es David Frankel („Marley & ich“) in „Ein Jahr vogelfrei!“ präsentiert, eine sehr amerikanische Obsession. Auch wenn angesichts der Tatsache, dass bei der Anzahl der gesichteten Vögel Treu und Glauben eine große Rolle spielen – so etwas wie Fairness und Sportsgeist zählen also viel –, ist das Ganze doch ein ziemlich hektischer Wettlauf von Leuten, denen es mehr darum geht, etwas auf einer Liste abzuhaken als etwas zu bestaunen. Der Film fängt auch die Tristesse ein, die die drei mehr oder weniger stark befällt, wenn sie nicht ihrer Leidenschaft frönen können – etwa wenn Kenny (Owen Wilson) Silvester alleine in einem Chinarestaurant verbringt. Dass man diese Leidenschaft durchaus mit einer glücklichen Beziehung zwischen zwei erwachsenen Menschen in Einklang bringen kann, demons­triert der Industrielle Stu (Steve Martin). Und für den nerdigen Brad (Jack Black, diesmal erfreulich zurückhaltend) hält die Geschichte sogar ein märchenhaftes Ende bereit.

Text: Frank Arnold

Foto: 2011 Twenthieth Century Fox

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Ein Jahr vogelfrei“ im Kino in Berlin

Ein Jahr vogelfrei (The Big Year), USA 2011; Regie: David Frankel; Darsteller: Steve Martin (Stu Preissler), Jack Black (Brad ­Harris), Owen Wilson (Kenny Bostick); 101 Minuten; FSK 0

Kinostart: 14. Juni

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