• Kino & Stream
  • „Eine Geschichte von ­Liebe und Finsternis“ im Kino

Biografisches Melodram

„Eine Geschichte von ­Liebe und Finsternis“ im Kino

Nun also auch Natalie Portman. Einen Oscar hat die Schauspielerin schon, nun wagt sie sich an ihre erste Regiearbeit nach eigenem Drehbuch, in der sie auch die Hauptrolle spielt

Foto: Koch Films

Dabei nimmt sich Portman nicht weniger als die Lebensgeschichte des berühmten israelischen Autors Amoz Oz vor, die sich parallel zur ­Geschichte des jüdischen Staates entwickelt.
Als er sechs Jahre alt ist, kommen Oz und seine Familie 1945 nach Jerusalem. Besonders die Mutter Fania (Portman) ist traumatisiert vom Holocaust. Nur schwer findet sich sie sich in der neuen Heimat zurecht und flüchtet sich daher in ihre Fantasie: in Kindheitserinnerungen, aber auch in Momente der Trauer und des Todes. Mal surreal, mal pathetisch hat Portman dies inszeniert, immer im Bemühen um größtmögliche Poesie. Doch genau dieses Bemühen, einen künstlerisch wertvollen Film zu drehen, ist nie zu übersehen. Warum sich Natalie Portman für dieses Thema interessierte, ist angesichts ihrer Herkunft offensichtlich, doch ihr Anspruch, Oz’ Prosa in eine besonders ambitionierte filmische Erzählung zu übertragen, gelingt nur in Momenten.

A Tale of Love and Darkness (OT) ISR 2015, 95 Min., R: Natalie Portman, D: Natalie Portman, Gilad Kahana, Amir Tessler, Start: 3.11.

Bewertungspunkte4

Mehr über Cookies erfahren