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„Eine Liebe fürs Leben“ im Kino

Eine_Liebe_Fuers_Leben_02_c_KairosFilmAls die hochgewachsene, blonde Lisa mit ihren Eltern in eine kleine argentinische Ortschaft zieht, ist für zwei junge Männer nichts mehr so, wie es vorher war. Gleich die erste Begegnung ist eine Initialzündung: in schwelgerische Slow-Motion-Optik gefasst, beobachtet man das Mädchen dabei, wie es sich mittels eines Gartenschlauches in gleißendem Sonnenlicht erfrischt. Bruno und Lalo verfolgen die Szenerie mit offen stehenden Mündern, können kaum fassen, wie ihnen geschieht. Natürlich verlieben sich beide. Und natürlich zieht einer den Kürzeren. Oder vielleicht doch nicht?

Dreißig Jahre später steht sie wieder vor der Tür, Lisa, pubertärer Erwachensmoment, Imago einer schwülen Jugend in den 70er-Jahren. Und als sei kaum ein Tag vergangen, flackern umgehend alte Wirren auf, Unsicherheiten, Fragezeichen, auch Rivalitäten. Denn so richtig vergessen hat eigentlich niemand. Lisa nicht, und die beiden mittlerweile erwachsenen Männer schon gar nicht. So köchelt in „Eine Liebe fürs Leben“ alles auf einer Flamme: Vergangenes und Gegenwärtiges, Reifejahre und Erwachsenenalter, süße und gleichsam leidvolle Erinnerung.

Text: Carolin Weidner

Foto: Kairos Film

tip-Bewertung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „Eine Liebe fürs Leben“ im Kino

Uma Amor Para Toda La Vida Argentinien 2011; Regie: Paula Hernandez; Darsteller: Diego Peretti (Bruno), Alan Daicz (Bruno, jung), Elena Roger (Lisa); 99 Minuten; FSK k.A.

Kinostart: 21. März

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