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„El Bulli – Cooking in Progress“ im Kino

El Bulli - Cooking in Progress

Gastrofans sprechen den Namen „El Bulli“ mit ehrfurchtsvollem Ton aus. Das unlängst zur Ausbildungsstätte umgewandelte Restaurant an der Costa Brava gilt als Fixstern progressiver Küche. Für die Speisen, die Ferran Adriа mit Hilfe der Molekularküche kreiert, sind Begriffe wie Emotionen und die Poesie von Texturen, Farben und Aromen maßgeblich. Gereon Wetzel hat dem Katalanen und seiner emsigen Crew im Lauf eines Jahres über die Schulter geschaut und setzt voraus, dass dem Betrachter das berühmte Restaurant und seine Prinzipien bekannt sind. Zunächst zeigt der Film die Köche in ihrer Laborküche beim Erfinden: wie aus Kartoffelstärke transparente Säcklein werden, aus denen langsam köstlicher Inhalt tropft, wie Champignons nach etwas Exotischerem aussehen, wenn man sie in Öl vakuumiert. Die Faszination für die magische „Verwirrung“, auf die Adriа aus ist, wird auch für Laien nachvollziehbar. Doch durch den Verzicht auf Erläuterungen und Interviews entstehen auch Längen und Wiederholungen. Die Sinnlichkeit des Themas verflüchtigt sich dann etwas.

Text: Ulrike Rechel

Foto: Alamode Film

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „El Bulli – Cooking in Progress“ im Kino in Berlin

El Bulli – Cooking in Progress, Deutschland 2010; Regie: Gereon Wetzel; 113 Minuten; FSK 0

Kinostart: 15. September

Das Kino in den Hackeschen Höfen lädt zusammen mit Molekulare Kochkurse nach der Vorstellung zum Expertengespräch und zu molekularen Köstlichkeiten ein. Die Vorstellung beginnt am Sonntag, den 18.09.2011 um 10.45 Uhr.

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