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„Empire Me – Der Staat bin ich“ im Kino

Empire Me - Der Staat bin ich

In dem österreichischen Dokumentarfilm „Empire Me“ werden sechs Gemeinwesen vorgestellt – aber das, was am Anfang am Beispiel der Republik Sealand vor der Küste Englands suggeriert wird, löst der Film dann nicht ein. Paul Poet zeigt nämlich doch nicht, welche Utopien und Aporien mit dem Austritt aus staatlicher Vergesellschaftung einhergehen. Stattdessen beschränkt Poet sich auf folkloristische Beobachtung von Aussteigern, die in Australien einen Zwergstaat als Touristenattraktion führen, in Italien mit Pflanzen sprechen oder in Norddeutschland auf einem Ex-Stasi-Grundstück der freien Liebe frönen. „Empire Me“ löst eine spannende politische Frage zu schnell in Kultur auf.

Text: Bert Rebhandl

Foto: Real Fiction Film

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Empire Me – Der Staat bin ich“ im Kino in Berlin

Empire me – Der Staat bin ich!, Österreich/Deutschland/Luxemburg 2011; R: Paul Poet; 99 Minuten; FSK k.A.

Kinostart: 19. Januar

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