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Ende der 68er im Kino Arsenal

In den letzten zwei Monaten konnte man im Kino Arsenal die verschiedensten Filme aus und über die späten 60er Jahre wieder auf der Leinwand genießen. Die Auswahl war dabei genauso komplex wie die revolutionäre Zeit selber. Alle Protagonisten zeigten die einmalige Situation und Atmopshäre dieser aufregenden Ziet, in der sich jeder zwischen Bürgerlichkeit und Revolution positioneren wollte und musste. Wie zum Beispiel Lotta in Italia, einer der wichtigsten politischen Filme der Groupe Dziga Vertov (Jean-Luc Godar und Jean-Pierre Gorin), der die Misslage der Hauptdarstellerin zwischen ihren militanten Vorhaben und ihrem angepassten Alltagsleben befindet.

 

Die Mutter und die Hure
Mit Le Maman et la Putain von Jean Eustache endet das Festival 1968//2008. Auch dieser Film zeigt, was tatsächlich von der Aufbruchsstimmung der 60er Jahren übrig geblieben war. Produziert Anfang der 70er Jahre, beschäftigt er sich mit einer Dreiecksbeziehung zwischen Alexandre, einem französischen Dandy und seinen zwei Geliebten: Marie und Veronika. Mit einer gewissen Nostalie beschreibt der Film das Leben dieser drei jungen Menschen. die sich in einer Beziehung befinden, die sie nicht glücklich macht.

Obwohl Jean Eustaches Meisterwerk nur einige Tage aus dem Leben der Protagonistin erzählt, schaffte er es ganz nebenbei die Stimmung einer ganzen Generation aufzufangen.

 

La Maman et la Putain

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