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„Epic – Verborgenes Königreich“ im Kino

Epic - Verborgenes Königreich

Die Naturdarstellungen in „Epic – Verborgenes Königreich“, dem jüngsten Animationsfilm von Regisseur Chris Wedge und der Firma Blue Sky, die mit ihren „Ice Age“-Filmen bekanntlich einen Dauerbrenner am Laufen haben, gestalten sich durchaus recht attraktiv – sofern man dem Fotorealismus moderner Computeranimationsfilme etwas abgewinnen kann. Mit der kunstvollen Lyrik der Walddarstellungen in Disneys „Bambi“ lässt sich das natürlich nicht vergleichen. Aber eine gewisse Attraktivität der Bilder ist zweifellos vonnöten, erzählt die Geschichte doch vom Kreislauf der Natur, die hier als martialische Auseinandersetzung zwischen Miniaturvölkern dargestellt wird: Die Guten sorgen für das Grün und das Erblühen, die Bösen fühlen sich hingegen nur mit Verfall und Dunkelheit wohl.
In all dem dabei anhebenden Hauen und Stechen vermisst man jedoch schmerzlich eine originelle Idee: Krieg im Feenreich, ein jugendlicher Held, der erst noch lernen muss, was Verantwortung bedeutet, ein menschliches Mädchen, das auf Miniaturgröße geschrumpft wird, ihr Vater, der als Wissenschaftler den Bezug zur Realität verloren hat – das alles sieht man in „Epic – Verborgenes Königreich“ wahrlich nicht zum ersten Mal. Zwar bleibt auch in der Reproduktion von Stereotypen genügend Unterhaltungswert erhalten, doch eine Chance wurde verpasst.

Text: Lars Penning

Foto: 2012 Twentieth Century Fox

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Epic – Verborgenes Königreich“ im Kino in Berlin

Epic – Verborgenes Königreich (Leafmen), USA 2013; Regie: Chris Wedge; Sprecher Originalfassung: Colin Farrell (Ronin), Amanda Seyfried (Mary Katherine), Christoph Waltz (Mandrake); 104 Minuten; FSK 6

Kinostart: 16. Mai

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