Kino & Stream

„Escobar: Paradise Lost“ im Kino

Für den jungen Surfer Nick ist das Kolumbien der 80er-Jahre ein Abenteuerspielplatz. Er ist einer jener Gringos, die nur für ihren Spaß ins Land kommen und von den lokalen Problemen keine Ahnung haben, meint die Dorfschönheit Maria – und verguckt sich schließlich doch in das blasse Antlitz aus dem Norden.
Dumm nur, dass sie die Nichte des berüchtigten Drogenbarons Pablo Escobar ist, Großkönig der Kartelle, der weite Teile von Amerika mit weißem Gold beliefert. Pablo findet Gefallen an Nick, und ehe der sich versieht, ist er ein Mitspieler im mitleidlosen Kokain-Imperium geworden. „Escobar: Paradise Lost“ ist eine klassische Gangstertragödie mit der fürs Genre üblichen Dramaturgie. Seele wird dem Film vor allem durch Benicio Del Toro verliehen, der Escobar als eine Figur auf der Kippe zeigt, großherzig und grausam, mit einer Galanterie, die doch stets den Geruch der Favela trägt.    ? 

 

Text: Christoph David Piorkowski

Foto: Alamode Film

Orte und Zeiten: „Escobar: Paradise Lost“ im Kino in Berlin

Escobar: Paradise Lost (OT) USA 2014; R: Andrea Di Stefano; ?D: Josh Hutcherson (Nick), Benicio Del Toro (Pablo Escobar), Brady Corbet (Dylan); 120 Min.

Kinostart: Do, 09. Juli 2015

Mehr über Cookies erfahren