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„Europas Western“ im Zeughaus-Kino

Winnetou

Bei einer Filmreihe über „Europas Western“ könnte man zuerst einmal natürlich an „Spaghetti-Western“ denken, also an die Blüte des Genres im italienischen Kino der 60er- und 70er-Jahre. Dann tauchen unwillkürlich die Bilder von Winnetou, Old Shatterhand und ihren bunten bis schrulligen Gefolgsleuten auf. Darüber hinaus wissen dann aber nur noch Experten und einschlägige Fans mehr. Das Zeughaus zeigt in den kommenden Wochen nun aber eine Auswahl aus Europas Western, die durch ihre geografische wie historische Vielfalt zu überraschen und zu überzeugen weiß: Da taucht frühes sowjetisches Kino („Sühne“ von Lew Kuleschow) ebenso auf wie spätes („Der Mann vom Kapuziner-Boulevard“ von Alla Surikowa), versprengter bundesdeutscher Autorenfilm („Potato Fritz“ von Peter Schamoni) neben DDR-Politparabeln vor Westernkulisse („Blauvogel“ von Ulrich Weiß), und ein NS-Genreexperiment wie „Gold in New Frisco“ von Paul Verhoeven aus dem Jahr 1939. Insgesamt ist das Filmgeschichte in ihrer besten Form.

Text: Bert Rebhandl

Europas Western
Eine Filmschau von CineGraph Hamburg und Bundesarchiv-Filmarchiv im Zeughaus, Di 3.1. bis Di 31.1., www.dhm.de/kino

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