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„Ewige Jugend“ im Kino

Je mehr Filme Paolo Sorrentino dreht, umso deutlicher wird seine Stellung als Regisseur in der Nachfolge des europäischen Autorenkinos der 1950er- und 1960er-Jahre. Nicht als stilistischer Epigone von Antonioni, Fellini und Co., sondern mit einer Haltung, die verdeutlicht, dass man ?Autorenkino mit intellektuellem und ästhetischen Anspruch sowie zugkräftigen Stars unbedingt auch für das große Publikum denken kann.
In „Ewige Jugend“ schickt Sorrentino zwei alte Freunde, einen Komponisten und Dirigenten (Michael Caine) und einen Filmregisseur (Harvey Keitel), in ein Hotel-Sanatorium in der Schweiz, wo sie über das Pinkeln, die Erinnerungen und das Älterwerden philosophieren und in tragikomischen Begegnungen mit der Realität, den Trug- und Traumbildern von ?Jugend sowie den eigenen Unzulänglichkeiten konfrontiert werden. Das ist bewegend gespielt und überzeugend inszeniert, gibt Anlass zum Nachdenken und ist eine ästhetische Freude (Kamera: Luca Bigazzi).    ?                   

Text: Lars Penning

Foto: Gianni Fiorito/ Wild Bunch Germany

Orte und Zeiten:
„Ewige Jugend“ im Kino in Berlin

Youth (OT) I/F/CH/GB 2015; R: Paolo Sorrentino; D: Michael Caine (Fred Ballinger), Harvey Keitel (Mick Boyle), Rachel Weisz (Lena Ballinger); 124 Min.

Kinostart: Do, 26. November 2015

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