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Familiendrama „Zeit zu leben“

Zeit_zu_leben_05_c_DreamWorksIIDistributionCo„Deinem Leben fehlt der Groove“, kriegt Endzwanziger Sam (Chris Pine) zu hören. Es stimmt, sein New Yorker Leben rattert highspeedmäßig dahin. Als sein Vater stirbt, kommt er zu spät zur Beerdigung nach Los Angeles und erhält von seiner Mutter (Michelle Pfeiffer) eine Willkommensohrfeige. Um dann die umstürzende Entdeckung zu machen, dass er eine Halbschwester hat. Sein Vater, ein Plattenproduzent, mit dem er nie klar kam, hatte das immer geheim gehalten. Der Soundtrack changiert zwischen Emo-Pop und Bob Dylans „Tangled Up In Blue“, und gerade so doppelgesichtig zeigt sich auch Alex Kurtzmans Familiendrama: einerseits überkonstruierte Dramaturgie, andererseits – wenn Sam in L.A. bleibt und seiner hübschen Schwester (Elizabeth Banks) näherkommt – gelingen schöne Charakterporträts und wahrhaftige Schicksalslinien. Der Vater lief familiären Problemen davon, der Sohn lernt, das nicht zu tun – und schon hält der Groove Einzug in sein Leben.     

Text: Rainer Gansera

Foto: Dream Works II Distribution Co

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Zeit zu leben – People Like Us“ im Kino in Berlin

Zeit zu leben – People Like Us, USA 2012; Regie: Alex Kurtzman; Darsteller: Chris Pine (Sam), Michelle Pfeiffer (Lillian); 115 Minuten; FSK 6

Kinostart: 18. Oktober  

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