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Fantasy-Action in „Snow White & the Huntsman“

Snow_White_And_The_HuntsmanKristen Stewart sieht natürlich blendend aus, wenn sie leichenblass aufgebahrt daliegt. Das war als Vampirbraut in den „Twilight“-Filmen so, nun tut die Pose der lebenden Toten auch als Schneewittchen ihre Wirkung. Um das sehr frei adaptierte Grimm’sche Märchen als Fantasy-Action aufzubereiten, setzt Regisseur Rupert Sanders in seinem Kinodebüt auf wahre Fluten spektakulärer, oft gemäldehaft wirkender Bilder: eben Stewart als tote Braut oder Charlize Theron in der Rolle als böse Fee, die in einem Pulk Fledermäuse aufgeht. Anfangs beeindruckt das noch. Doch stellt sich rasch Gewöhnung ein, zumal nicht alle CGI-Effekte überzeugen – der sprechende Spiegel, hier eine Art überlebensgroße Oscar-Trophäe, erinnert eher an einen Werbegimmick. Vergleichsweise wenig Raum bleibt da für die Arbeit der Schauspieler, darunter „Thor“-Star Chris Hemsworth in der hinzuersonnenen Titelfigur des treuen Jagdmannes an Schneewittchens Seite. Teils wirken die Stars gar um besonderes Stillhalten bemüht, um die visuelle Komposition nicht zu behindern.         

Text: Ulrike Rechel
Foto: Universal Pictures
tip-Bewertung: Zwiespältig

Snow White & the Huntsman im Kino in Berlin
USA 2012;
Regie: Rupert Sanders; Darsteller: Kristen Stewart (Snow White), Charlize Theron (Ravenna), Chris Hemsworth (Huntsman); 127 Minuten; FSK k.A.;
Kinostart: 31. Mai

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