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„Faster“ im Kino

Faster

Eigentlich erscheint die Besetzung eines Darstellers, der vor lauter Kraft kaum vom Fleck kommt, in einem Film namens „Faster“ widersinnig.  Doch Ex-Wrestler Dwayne „The Rock“ Johnson hat als Driver (so sein Rollenname) ein flottes Auto zur Verfügung, und Regisseur George Tillman Jr. befleißigt sich nur allzu gern rasanter Schnittfolgen: So kommt der Filmtitel doch zu seinem Recht. Neben dem Auto besitzt Driver eine Knarre und eine Liste mit Leuten, an denen er sich rächen will, und diese Aufgabe geht er mit dem gebotenen Ernst und unbedingter Zielstrebigkeit an.
Diesen Mann hält absolut nichts auf, das Denken am allerwenigsten. Einmal erledigt er einen seiner Kandidaten nicht gleich beim ersten Versuch, also schnell kehrtgemacht und hinein ins Krankenhaus, wo der Typ gerade auf dem OP-Tisch liegt: bumm, bumm, bumm! Kontrastiert wird seine Figur mit einem psychotischen britischen Auftragskiller, der Morden als Steckenpferd betreibt, und einem abgewrackten Cop, den Billy Bob Thornton verkörpert, weil die Produktion offenbar einsah, wenigstens einen Schauspieler engagieren zu müssen. Wer das alles ernst nimmt und irgendetwas von „blödem Selbstjustizthriller“ wimmert, ist selber schuld: Das hier ist ein lustiger, testosteronbefeuerter Comic-Strip.

Text: Lars Penning

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Faster“ im Kino in Berlin

Faster, USA 2010; Regie: George Tillman Jr.; Darsteller: Billy Bob Thornton (Cop), Dwayne Johnson (Driver), Oliver Jackson-Cohen (Killer); 97 Minuten; FSK k.A.

Kinostart: 17. März

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