• Kino & Stream
  • „Fear And Loathing in Las Vegas (Director\s Cut)“

Kino & Stream

„Fear And Loathing in Las Vegas (Director\s Cut)“

Fear And Loathing in Las Vegas„We can’t stop here! This is bat country!“ Es hatte eine Reportage über ein Motocross-Rennen werden sollen, es wurde eine Expedition ins Herz der Finsternis. 1971 unterzog Hunter S. Thompson mit „Fear and Loathing in Las Vegas“ den amerikanischen Traum dem Härtetest des Drogenexzesses und erfand den Gonzo-Journalismus. 1998 verfilmte Terry Gilliam Thompsons unverfilmbares Buch als wüste Bebilderung eines wortreichen Chaos‘ und schuf damit das Kronjuwel des Drogenfilms. In den Hauptrollen setzten Johnny Depp und Benicio Del Toro neue Maßstäbe in der Kunst des Schauspiels.
Der nunmehr vorliegende Director’s Cut des wilden Werks entspricht jener Version, die Gilliam und Thompson 2003 für das renommierte us-amerikanische DVD-Label Criterion herstellten, und unterscheidet sich von der ungekürzten Kinofassung in einigen zusätzlichen Szenen-Schnipseln, die sich auf insgesamt zweieinhalb Minuten summieren und keine bahnbrechend neuen Erkenntnisse bieten. Auch das umfangreiche und informative Zusatzmaterial, das unter anderem Informationen zum zeitgeschichtlichen Hintergrund sowie zu den im Film konsumierten Drogen bietet, ist von früheren Editionen her bekannt.
Das ändert nichts daran, dass es sich bei „Fear and Loathing in Las Vegas“ um einen Meilenstein handelt, komisch, grotesk und zu allen Zeiten unverzichtbar. Übrigens: Man kann den Film auch nüchtern sehen.

Text: Alexandra Seitz

tip-Bewertung: herausragend

Fear and Loathing in Las Vegas (Director’s Cut), USA 1998; Regie: Terry Gilliam; 113 Minuten + Bonusmaterial: Interviews mit Cast & Crew, Deleted Scenes, B-Roll, Trailer. Erschienen bei Universum Film.

Mehr über Cookies erfahren