Animationsfilm

„Ferdinand – geht stierisch ab!“ im Kino

Verfilmung eines Kinderbuchklassikers

Fox

Die bereits 1936 erschienene Geschichte „Ferdinand der Stier“ des amerikanischen Autors Munro Leaf (mit Illustrationen von Robert Lawson) gehört weltweit zu den großen Klassikern der Kinderliteratur. Dazu trägt auch die pazifistische Grundhaltung der Story nicht unwesentlich bei, denn der große und starke Stier denkt gar nicht daran, in der Arena auf Toreros loszugehen. Lieber riecht er an bunten Blumen und sinniert unter einer Korkeiche über das Leben.

Bei Disney gab es „Ferdinand“ 1938 schon einmal als animierten Kurzfilm, was dem nicht allzu üppigen Buch durchaus entsprach. Insofern muss die Neuverfilmung durch Carlos Saldanha („Ice Age“, „Rio“) schon so einiges zum Klassiker hinzuerfinden, um auf einen anderthalbstündigen Spielfilm zu kommen. Wer absolute Werktreue verlangt, wird also enttäuscht werden, doch immerhin bleibt der Film dem Geist der Vorlage in einem Punkt treu: dass es sich nämlich lohnt, für seine Überzeugungen einzutreten und dabei auch gegen den Strom zu schwimmen. Am Ende zahlt sich das aus: Der gutmütige Ferdinand kann mit seiner Hilfsbereitschaft und Friedfertigkeit auch die kampfeslustigen Kollegen überzeugen.

Die Figuren sind recht charmant, und viele der Situationen, in die Ferdinand auf seiner unfreiwilligen Reise in die Stierkampfarena gerät, durchaus lustig. Um allerdings restlos zu überzeugen, dafür kommt der Aufbau der ­Story mit allerlei Verfolgungsjagden und ­Rettungsaktionen dann doch zu schematisch und überraschungsfrei daher.

Ferdinand USA 2017, 96 Min., R: Carlos Saldanha, Stimmen OF: John Cena, Kate McKinnon, David Tennant, Start: 14.12.

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