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Filme von Boris Kaufman im Arsenal

Die zwölf Geschworenen

Boris Kaufmans Karriere als Kameramann ist vor allem mit den nur vier Filmen verbunden, die der französische Regisseur Jean ­Vigo vor seinem frühen Tod 1934 fertigstellen konnte: der satirischen Dokumentation „A propos de Nice“ mit ihren witzig-surrealen Einfällen und vielen Kameratricks, „Taris“, dem Kurzporträt eines Schwimmchampions, dem anarchischen Jugendfilm „Zйro de conduite“ sowie dem Spielfilm „L’Atalante“, einem Meisterwerk des poetischen Realismus. In den 1950er-Jahren schaffte Kaufman jedoch auch in den USA den Durchbruch: Neben Sidney Lumets klaustrophobischem Drama „Die zwölf Geschworenen“ (Foto) gehören dabei Elia Kazans „Die Faust im Nacken“ und Lumets „Der Pfandleiher“, in denen Kaufmans Kamera New York in scharfen Kontrasten als unbarmherzigen Ort zeichnet, zu seinen herausragenden Leistungen.

Text: Lars Penning

Kamera: Boris Kaufman, noch bis Mi 18.1. im Arsenal

www.arsenal-berlin.de

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