Kino & Stream

Filme von Olivier Assayas im Arsenal

Unter den jüngeren französischen ­Regisseuren ist Olivier Assayas der vielseitigste Erbe der „Nouvelle Vague“. Er kommt auch aus der Kritik, in den 1980er-Jahren hat er die ­„Cahiers du Cinйma“ zum Beispiel für das asiatische Genrekino geöffnet, und 1986 war es dann so weit: Mit „Lebenswut“ („Dйsordre“) debütierte er selbst im Kino. 1996 hatte er mit „Irma Vep“ ­einen internationalen Arthaus-Hit, in dem Maggie Cheung als katzenhafte Räuberin nicht nur eine Verbindung zum frühen Kino herstellte, sondern auch zum Starsystem des Fernen ­Ostens. Dass Assayas ein globaler Kino-Intellektueller mit viel Verständnis für den größeren Zusammenhang der ­populären Kultur ist, zeigte sich in „Clean“ oder „Demonlover“. Das Arsenal weiß, dass Assayas längst reif für eine angemessene Würdigung ist, und widmet ihm im Oktober eine Retrospektive seines bisherigen Werkes.

Foto: Harry Schnitger/tip

Am Puls der Zeiten – Die Filme von Olivier Assayas, Arsenal, Sa 1.10. bis So 30.10

www.arsenal-berlin.de

Zu „L’heure d’йtй“ am Mo 3.10. und „L’eau froide“ am Di 4.10. wird Olivier Assayas persönlich anwesend sein.

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