Filmfestival

Afrikamera 2022: Was euch beim Kinofestival erwartet

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Das Filmfestival Afrikamera – Aktuelles Kino aus Afrika feiert vom 8. bis 13. November seine 15. Ausgabe und erstreckt sich dabei erstmals über vier Spielorte: Insgesamt finden mehr als 30 Veranstaltungen im Arsenal, Humboldt Forum, in der Heinrich-Böll-Stiftung und im Kino Brotfabrik statt.

Ein Ausschnitt aus dem Film "Naylola" von José Miguel Ribeiros, in dem die Geschichte des angolanischen Bürgerkriegs erzählt wird. Foto: Afrikamera
Ein Ausschnitt aus dem Film “Naylola” von José Miguel Ribeiros, in dem die Geschichte des angolanischen Bürgerkriegs erzählt wird. Foto: Afrikamera

Afrikamera zum Themenschwerpunkt Migration und Diaspora

Während im Arsenal neben der Eröffnung und Abschlussveranstaltung der überwiegende Teil der Filmformate zum Themenschwerpunkt „Migration und Diaspora“ gezeigt wird, präsentiert das Festival im Humboldt Forum neben ausgewählten Filmen auch Sonderformate wie die Theaterperformance „Je demande la route” von Roukiata Ouédraogo (10.11., 18.30 Uhr) und aktuelle Virtual-Reality-Filme, darunter die Produktion „Afroroutes” von Sélim Harbi als Weltpremiere (vom 10.11. bis 13.11., täglich zwischen 10 Uhr und 20 Uhr im Foyer des Humboldt Forums).

In den Räumlichkeiten des langjährigen Festivalpartners Heinrich-Böll-Stiftung zeigt Afrikamera die Dokumentation „Fati’s Choice” (9.11., 19 Uhr) der ghanaischen Filmemacherin Fatimah Dadzie: Die schwangere Fatima ist über das Mittelmeer nach Italien geflüchtet, beschließt dann aber nach einem halben Jahr, desillusioniert zu ihrer Familie und ihren vier Kindern zurückzukehren.

Öffentliche Diskursformate über Flucht und Ungleichbehandlung

Das Festival richtet dieses Jahr zudem drei öffentliche Diskursformate in Anwesenheit zahlreicher Gäste aus. Bei „Narratives of Escape“ (11.11.) und „The Art of Collaboration“ (12.11. und 13.11.) geht es um Flucht, Migration und Diaspora und hier insbesondere um die Ungleichbehandlung Geflüchteter, die Bedeutung von Dokumentarfilmen für die Bewegungen und die Arbeit und Vernetzung von Filmemacher:innen in der Diaspora.

Eine kleine Auswahl von Filmen wird im Rahmen von Afrikamera zudem bei Indiekinoclub online gestreamt werden.

Ein Ausschnitt der Tragikomödie „Sawah.". Foto: Arikamera
Ein Ausschnitt der Tragikomödie „Sawah.”. Foto: Afrikamera

Das diesjährige Festival eröffnet mit Adolf El Assals Tragikomödie „Sawah.” (8.11., Wiederholung am 12.11.) im Kino Arsenal. Diese schildert die Odyssee des jungen ägyptischen DJs Samir, dessen Flugzeug auf der Reise zu einem DJ-Festival von Kairo nach Brüssel streikbedingt in Luxemburg landet. Als wäre das nicht schon genug, geht auch noch sein Gepäck mitsamt Pass und Musikaufnahmen verloren, und man hält ihn für einen Geflüchteten. Im Anschluss findet ein Filmgespräch mit dem Regisseur Adolf El Assal und dem Darsteller Eric Kabongo statt.

  • Afrikamera 8.-13. November, verschiedene Orte in Berlin, das gesamte Festivalprogramm findet sich unter www.afrikamera.de

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