Das Kinojahr 2025 hatte einiges zu bieten: Die tipBerlin-Filmredaktion blickt auf die besten Neuerscheinungen des Jahres zurück. Dabei haben unsere Kritiker:innen Bert Rebhandl, Alexandra Seitz, Pamela Jahn, Paula Schöber, Michael Meyns, Carolin Weidner, Martin Schwarz und Frank Arnold ihre cineastischen Favoriten von „In die Sonne schauen“ bis „Sirât“ ausgewählt und als Empfehlungen für euch zusammengestellt. Hier sind die persönlichen Top-10 der Filmredaktion – nur Bert Rebhandl konnte sich so schwer entscheiden, dass euch bei ihm 15 Lieblingsfilme erwarten.
Bert Rebhandl

- Die Tagebücher von Adam und Eva (Franz Müller)
- Universal Language (Matthew Rankin) – ein ungeheuer tiefsinniger und dabei sehr witziger Film.
- Henry Fonda for President (Alexander Horwath)
- Was Marielle weiß (Frederic Hambalek)
- Der Meister und Margarita (Michael Lockshin) – karikiert das System Putin
- Oslo Stories: Sehnsucht (Dag-Johan Huagerud)
- Black Tea (Abderrahmane Sissako) – Herausragende Romanze mit Hindernissen
- Sirat (Oliver Laxe)
- In die Sonne schauen (Mascha Schilinski)
- Kill the Jockey (Luis Ortega)
- Leibniz – Chronik eines verschollenen Bildes (Edgar Reitz)
- One Battle After Another (Paul Thomas Anderson) – aktueller könnte dieser herausragende Film angesichts der Ereignisse in den USA nicht sein
- Kontinental 25 (Radu Jude)
- The Secret Agent (Kleber Mendonca Filho) – einer der Filme des Jahres: „The Secret Agent“ erzählt von Widerstand gegen die Diktatur im Jahr 1977
- Sehnsucht in Sangerhausen (Julian Radlmaier)
Michael Meyns

- Black Tea (Abderrahmane Sissako)
- Bugonia (Yorgos Lanthimos) – Bissig, grausam, durchgeknallt
- Die My Love (Lynne Ramsay)
- Eddington (Ari Aster) – ein bitterböser Mix aus Neo-Western, Satire und Gesellschaftsdrama
- Oslo Stories: Liebe/ Träume/ Sehnsucht (Dag-Johan Haugerud Haugerud)
- Queer (Luca Guadagnino)
- Rote Sterne überm Feld (Laura Laabs)
- The Secret Agent (Kleber Mendonca Filho)
- Soundtrack to a Coup d’Etat (Johan Grimonprez)
- Das Verschwinden des Josef Mengele (Kirill Serebrennikow) – eine spektakulären Performance von August Diehl
Carolin Weidner

- Sirāt (Oliver Laxe)
- The Ugly Stepsister (Emily Blichfeldt)
- Wenn du Angst hast, nimmst du dein Herz in den Mund und lächelst (Marie-Luise Lehner)
- The Smashing Machine (Benny Safdie)
- Barbara Morgenstern und die Liebe zur Sache (Sabine Herpich)
- Babygirl (Halina Rejin) – eine Hochglanz-Produktion über Macht und Kontrollverlust
- Mond (Kurdwin Ayub)
- Die My Love (Lynne Ramsay)
- Caught Stealing (Darren Aronofsky)
- Spielerinnen (Aysum Bademsoy)
Martin Schwarz

- Der Lehrer, der uns das Meer versprach (Patricia Font)
- Fritz Litzmann, mein Vater und ich (Aljoscha Pause)
- The Life of Chuck (Mike Flanagan)
- Was uns verbindet (Carine Tardieu)
- Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße (Wolfgang Becker) – Wolfgang Beckers letzter Film ist großer Stoff
- Amrum (Fatih Akin) – diesem Coming-of-Age-Film in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs gelingt das impressionistische Erzählen
- Springsteen: Deliver Me From Nowhere Scott Cooper
- In die Sonne schauen (Mascha Schilinski) – ist die Kino-Überraschung des Jahres
- Becoming Led Zeppelin (Bernard MacMahon)
- One Battle After Another (Paul Thomas Anderson)
Alexandra Seitz

- Die My Love (Lynne Ramsay)
- Flow (Gints Zilbalodis) – ein beeindruckender, dialogloser Animationsfilm
- Good Boy (Ben Leonberg)
- In die Sonne schauen (Mascha Schilinski)
- Islands (Jan-Ole Gerster)
- Sehnsucht in Sangerhausen (Julian Radlmaier) – Eine politisch-romantische Harzreise
- Blood & Sinners (Ryan Coogler) – die Südstaatenvariante des Horror-Klassikers „From Dusk Till Dawn“
- Sirât (Oliver Laxe)
- Tardes de soledad (Albert Serra)
- Warfare (Alex Garland, Ray Mendoza)
Pamela Jahn

- Sirât (Oliver Laxe)
- Der Brutalist (Brady Corbet)
- In die Sonne schauen (Mascha Schilinski) – Der Filme wirke fast experimentell, sagt auch unser Redakteur Michael Meyns: Er war bei der Weltpremiere in Cannes vor Ort
- Sentimental Value (Joachim Trier) – “Hier stimmt einfach alles”, schreibt auch unsere Kritikerin in ihrer Rezension
- A House of Dynamite (Kathryn Bigelow)
- Vermiglio (Maura Delpero)
- Sinners (Ryan Coogler)
- Heldin (Petra Volpe)
- Flow (Gints Zibalodis)
Frank Arnold

- The Change (Jan Komasa)
- Das Fest geht weiter (Robert Guédiguian) – Ein Film, der Mut macht
- A House of Dynamite (Kathryn Bigelow)
- Sirat (Oliver Laxe)
- One Battle After Another (Paul Thomas Anderson)
- Heldin (Petra Volpe)
- Soundtrack of a Coud d’Etat (Johan Grimonprez)
- Miroirs # 3 (Christian Petzold) – Frank Arnold sprach mit Regisseur Petzold und Darsteller Enno Trebs über den Film, der mit einem perfekten Ensemble ein familiäres Drama erzählt
- Black Bag (Steven Soderbergh)
- Könige des Sommers (Louise Courvoisier)
Paula Schöber

- Kein Tier. So Wild (Burhan Qurbani)
- One Battle After Another (Paul Thomas Anderson)
- Sirat (Oliver Laxe)
- Sentimental Value (Joachim Trier)
- Queer (Luca Guadagnino)
- Heldin (Petra Volpe) – Leonie Benesch spielt darin grandios eine überarbeitete Pflegefachkraft: Wir haben sie zum Interview getroffen
- Kneecap (Rich Pepplatt)
- Flow (Gints Zilbalodis)
- Bird (Andrea Arnold) – Paula Schöber ist vor allem von dem großartigen Schauspielensemble begeistert.
- Für Immer Hier (Walter Salles)
Mehr Film
Weitere sehenswerte Filme: Die palästinensisch-amerikanische Regisseurin Cherien Dabis über ihren Film „Im Schatten des Orangenbaums“. Intensiv, anstrengend und besonders: „Yes“ von Nadav Lapid versucht, die Energien im Staate Israel zu erspüren. Highlight aus Brasilien: „The Secret Agent“. Ein Gespräch über Rassismuserfahrungen, die Migrationsdebatte und Koranverbrennungen: Wir haben uns mit „Hysteria“-Schauspielerin Devrim Lingnau Islamoğlu getroffen. Spektakulär besetzt: „Springsteen: Deliver Me From Nowhere“ mit Jeremy Allen White. Josh O’Connor auf der Flucht: Die Kritik zu „The Mastermind“ von Kelly Reichardt lest ihr hier. Fatih Akin erzählt von der Jugend seines Mentors: Die Filmkritik zu seinem Film „Amrum“ lest ihr hier. Was läuft sonst? Hier ist das aktuelle Kinoprogramm für Berlin. Der Letzte seiner Art in Berlin: Götz Valien malt Kinoplakate. Mehr aus der Filmwelt lest ihr in unserer Kino-Rubrik.


