Kino & Stream

Filmemacher im Umbruch

Madonna in Ketten

Gerhard Lamprecht (1897–1974) war Filmemacher, aber auch Sammler. Vor fünfzig Jahren ging aus den Exponaten, die er einbrachte, die Deutsche Kinemathek hervor. Aus diesem Anlass zeigt das Zeughaus Kino im April unter dem Titel „Das Schiffchen. Realismus und Fantasie“ eine Werkschau von Lamprecht, die sich hervorragend dazu eignet, Brüche und Unterbrechungen der deutschen Filmgeschichte zwischen Weimar, NS-Deutschland und der frühen Bundesrepublik zu beobachten. Vor allem das frühe Schaffen von Lamprecht könnte manche Entdeckungen enthalten, etwa die restaurierte psychologische Studie „Das Haus ohne Lachen“ (1923) mit Henrik Galeen. Zur Filmschau, an der die Deutsche Kinemathek als Partner beteiligt ist, gibt es bedeutende wissenschaftliche Anstrengungen (vor allem die dreibändige „Edition Gerhard Lamprecht“ in der Edition Text + Kritik), die im Zeughaus auch vorgestellt werden.

Text: Bert Rebhandl

Foto: Quelle: Deutsche Kinemathek

Das Schiffchen. Realismus und Fantasie – Eine kleine Werkschau zu Gerhard Lamprecht, Di 2.4. bis So 14.4. im Zeughauskino

www.dhm.de/kino

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