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12 Orte, die jeder Filmfan in Berlin gesehen haben muss

Text: Paula Schöber
Veröffentlicht am: 07.08.2025
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Kaum eine Stadt weltweit hat so eine lange und reiche Filmtradition wie Berlin. Von den Anfängen des Kinos über namhafte Studios bis zu international gefragten Drehorten können Film- und Kinofans Filmen und ihrer Geschichte in der Hauptstadt an fast jeder Ecke nachspüren. Wir haben eine Übersicht an Orten zusammengestellt, die man als Cinephiler in Berlin unbedingt gesehen haben muss.


Babylon-Kino am Rosa-Luxemburg-Platz

Das Babylon-Kino in Mitte ist sowohl von außen als auch drinnen ein optischer Hingucker, vor allem für Fans von 20er-Jahre-Architektur. Foto: Imago/Uwe Koch/Eibner Pressefoto

Es ist vielleicht DIE Nummer-eins-Adresse für Kinofans in Berlin: Das Babylon-Kino am Rosa Luxemburg-Platz, direkt neben der Volksbühne. Hier kommen Kinogeschichte (und Architekturgeschichte), riesige Programmvielfalt aus aktuellen Filmen, Premieren und Lesungen, Filmklassikern und zahlreichen Retrospektiven, Festivals und Special Events wie etwa Shadow Cast-Aufführungen der „Rocky Horror Picture Show“ zusammen.

Fast 100 Jahre alt ist das Kino schon, 1929 wurde das Gebäude im Stil der Neuen Sachlichkeit (den Architekten Hans Poelzig nehmen wir hier unter die Lupe) als Stummfilmkino eröffnet. Damit ist es auch das einzige bis heute erhaltene und noch bespielte Kino aus der Stummfilmzeit. Außerdem werden im Babylon weiterhin regelmäßig Stummfilme gezeigt, entweder von der hauseigenen Kino-Orgel von 1929 begleitet, oder vom eigens dafür gegründeten Stummfilm-Orchester. Besonders lohnenswert: Berliner Stummfilm-Klassiker wie Fritz Langs „Metropolis“ oder „Berlin – Sinfonie der Großstadt“ von Walter Ruttmann – beide aus dem Jahr 1927.


Zoopalast

Der Zoopalast fällt nicht nur durch seine markante 50er-Jahre-Architektur ins Auge, sondern auch mit den stets aufwendig gestalteten Filmpostern an der Fassade. Foto: Imago/T. Bartilla/Future Image

Dieses ebenfalls geschichtsträchtige, aber deutlich größere Kino darf natürlich in der Liste wichtiger Berliner Film-Orte nicht fehlen. Im Herzen der City West gelegen – wie der Name schon sagt: direkt neben dem Zoologischen Garten – ist es ein Kino der Superlative: Knapp 800 Plätze bietet der große Saal. Ursprünglich 1919 als UFA-Palast am Zoo eröffnet, wurde das Filmtheater im Zweiten Weltkrieg zerstört und 1957 in seinem heutigen, markanten Erscheinungsbild wieder aufgebaut. Nach einer groß angelegten Sanierung in den frühen 2010er-Jahren ist der Zoopalast technisch top ausgestattet; zu den Highlights beim Besuch des Kinos gehört unter anderem die 21 mal 9 Meter messende Leinwand im großen Saal.

Während der deutschen Teilung war der Zoopalast DAS West-Berliner Vorzeigekino (das Pendant in Ost-Berlin war das Kino International auf der Karl-Marx-Allee) und fungierte bis 1999 auch als erstes Premierenkino der Berlinale. Auch heute finden während der Internationalen Filmfestspiele noch einzelne Premieren im Zoopalast statt, und auch sonst ist das Kino häufig Spielstätte internationaler Premieren, zu denen es dann manchmal vor Fans auf der Hardenbergstraße nur so wimmelt.


Kino International

Nicht nur das Kino International, sondern die gesamte Karl-Marx-Allee ist für Architekturfans ein Muss. Foto: Imago/Schöning

Ebenso wichtig für die Stadt wie der Zoopalast ist das Kino International auf der DDR-Prachtstraße Karl-Marx-Allee. 1963 als Antwort auf den Zoopalast eröffnet, war das Kino International bis zum Ende der DDR deren Vorzeigekino. Hier fanden zur Zeit der Teilung die wichtigsten Premieren in der DDR statt – natürlich wurde dabei auch auf die Befindlichkeiten der Staatsführung geachtet: Noch heute ist man gut beraten, in der achten Reihe Platz zu nehmen, da diese Reihe mit besonders viel Beinfreiheit ausgestattet wurde – damit Honecker, Ulbricht und Co. ja nicht unbequem sitzen mussten.

Vor allem Geschichts- und Architekturfans kommen bei einem Besuch des Kino International auf ihre Kosten (Filmfans natürlich auch): Von Josef Kaiser entworfen, der schon das „Kosmos“ und und das Café Moskau (beide ebenfalls auf der Karl-Marx-Allee) gestaltet hatte, ragt das Kino International buchstäblich aus der grauen Masse von Plattenbauten hervor (das obere Stockwerk steht nämlich mehrere Meter über dem Erdgeschoss hervor und „schwebt“ damit fast über den Bürgersteig. Ebenfalls ein Hingucker an der Fassade des riesigen Kinos sind die gleichfalls riesigen Kinoplakate, die der Berliner Künstler Götz Valien mit der Hand malt.

2024 begann ein Sanierungsprozess – keine leichte Aufgabe in denkmalgeschützten Gebäuden. Wir durften Ende 2025 einen Blick auf die Baustellen im Innern des Kino International werfen, das am 26. Februar 2026 den regulären Betrieb wieder aufnimmt. Wer in Erinnerungen schwelgen möchte, wirft am besten einen Blick in unsere Galerie mit Fotos aus der Geschichte des Kino International.


Deutsche Kinemathek, Arsenal und Zeughaus

Wissen über Filmgeschichte und -technik kann man sich in der Deutschen Kinemathek aneignen. Foto: Imago/Eibner-Pressefoto Jonas Lohrmann

Berlin hat eine lange Film- und Kinotradition: Nicht nur wurden hier zu Kino-Hochzeiten zahlreiche große Filme wie „Metropolis“ oder „Berlin – Ecke Schönhauser“ gedreht und produziert, sondern es gab zeitweise sogar mehrere hundert Lichtspielhäuser in der Stadt. Einige der verschwundenen Berliner Kinos zeigen wir euch hier. Der deutschen sowie internationalen Filmgeschichte kann man in der Deutschen Kinemathek, dem „Museum für Film und Fernsehen“ nachspüren: Hier wird Filmerbe archiviert, wissenschaftlich untersucht und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Für filmhistorisch Interessierte ist das Filmarchiv ein Pflichtbesuch. Aktuell ist ein Besuch noch schwierig, da die Deutsche Kinemathek vom Potsdamer Platz ins E-Werk in Mitte umzieht; ab 2026 soll die Film-Institution wieder voll zugänglich sein.

Filmwissenschaft und -erbe gibt es außerdem im „Arsenal – Institut für Film und Videokunst e.V.“, das bisher ebenfalls im Filmhaus am Potsdamer Platz untergebracht war. Aktuell zieht es auch um, und zwar ins Silent Green Kulturquartier im Wedding. Ende 2025 wird der Verein dort wieder seine Tore für Filmliebhaber und -wissenschaftler öffnen. Zum Arsenal gehört auch ein gleichnamiges Kino, dessen Programmfokus auf Neuentdecktem und Restauriertem aus den Archiven liegt, auf „Weltkino“ und auf Werkschauen und Retrospektiven fast vergessener Regisseure und Filmschaffender. Während des Umzugs spielt das Kino Arsenal „on location“ in verschiedenen Berliner Kinos, zum Beispiel im Wolf Kino, im Bundesplatz-Kino oder im Kino Krokodil. Das Arsenal zeigt aber nicht einfach nur Filme; es bietet, neben seiner wissenschaftlichen Arbeit, ein weites Programm an Filmgesprächen und Workshops und außerdem analoge Sichtungsmöglichkeiten des Archivmaterials an.

Das Kino Arsenal ist aber nicht das einzige Kino in Berlin, das ein besonderes und gut kuratiertes Programm an historischen Filmen und Gesprächen bereithält: Auch das Zeughauskino im Deutschen Historischen Museum ist ein Muss für Freunde alter und ungewöhnlicher Filme. Aber auch hier gilt leider aktuell: Der reguläre Saal kann wegen Renovierung noch auf unbestimmte Zeit nicht bespielt werden, Filme werden zurzeit in einem kleineren Ersatzsaal im Pei-Bau des DHM gezeigt.


Studio Babelsberg

In den riesigen Studio-Hallen der Babelsberger Filmstudios wurden schon so manche Klassiker gedreht. Foto: Imago/Schöning

Die berühmten Filmstudios Babelsberg stehen zwar nicht in Berlin, sind aber nur einen Katzensprung mit S-Bahn oder Regio entfernt – und in einer Liste mit Orten für Filmfans dürfen sie nicht fehlen. Auf 46 Hektar erstreckt sich das Filmstudio-Gelände, das 1912 gegründet wurde und damit das älteste Großatelier-Studio der Welt ist. Hier drehten Regie-Größen wie Fritz Lang und Heiner Carow, Meilensteine der Filmgeschichte wie „Metropolis“ oder „Der blaue Engel“ entstanden in den Studios, insgesamt über 4.000 Produktionen wurden im schicken Potsdamer Vorort fertiggestellt. Zu DDR-Zeiten nutze die DEFA das Studio für einige ihrer bekanntesten Produktionen wie etwa „Spur der Steine“ oder „Die Legende von Paul und Paula“.

Auch wenn heute nicht mehr die allergrößten Produktionen in Babelsberg entstehen, ist es doch immer noch ein gefragtes Filmstudio. US-Regisseur Wes Anderson etwa kommt regelmäßig nach Potsdam, um hier zu drehen, und auch viele internationale Netflix-Produktionen wie etwa die Mystery-Serie „1899“ wurden hier zuletzt gedreht. Seit einigen Jahren steht in Babelsberg mit der „Dark Bay“ auch ein virtuelles Filmstudio, in dem vor einer LED-Wand statt vor einem Greenscreen gedreht wird.

Anfang der 2000er-Jahre war die sogenannte Berliner Straße das Wiedererkennungsmerkmal zahlreicher in Babelsberg gedrehter Filme und Serien: Mit Leander Haußmanns „Sonnenallee“ in Betrieb genommen, war die Berliner Straße eine ständig aufgebaute Kulisse, die eine typisch berlinische Umgebung darstellen sollte. Sie zeigte vor allem Wohnhäuser aus der Gründerzeit und war, was verschiedene Epochen anging, schnell wandelbar, konnte aber auch Straßenzüge in Warschau, New York, Paris oder anderen Städten darstellen. Damit war sie als dauerhafte Außenkulisse in ihrer Art und Größe einzigartig in Europa. Aufgrund von Platzproblemen wurde die Berliner Straße 2013 abgebaut und 2016 als „Metropolitan Backlot“ wieder aufgebaut.

Leider bietet das Studio Babelsberg keine Führungen an, es gibt aber doch eine Möglichkeit, die altehrwürdigen Studios von innen zu sehen: Wer sich als Komparse bei einer der vielen Berliner oder Brandenburger Komparsenagenturen anmeldet, wird mit ziemlicher Sicherheit früher oder später auch einmal in Babelsberg bei einem Dreh eingesetzt. Eine sehr abgespeckte und vor allem kinderfreundliche Variante, dem Flair des ältesten Filmstudios Europas nachzugehen, ist der benachbarte Filmpark Babelsberg mit verschiedenen filmbezogenen Attraktionen.


Unterführung Messedamm

Ikonisch, aber gruselig: Die orange-gekachelte Unterführung am Messedamm. Foto: Imago/Schöning

Es ist vielleicht der bekannteste und am häufigsten genutzte Drehort in Berlin: Die ikonische orange-gekachelte Unterführung unter dem Messedamm, gleich neben dem ZOB. Zahlreiche Filme schießen einem in den Kopf, wenn man an diesen Ort denkt: „Wer ist Hanna?“ etwa, mit Saoirse Ronan als einsamer Zwölfähriger auf der Flucht durch Berlin, oder natürlich „Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 2“. Aber auch „Die Bourne-Verschwörung“: In dem Action-Thriller mit Matt Damon diente die Unterführung als Double für den Moskauer Flughafen. Weitere Filme, in denen ihr die orangefarbenen Säulen aus dem Westend wiedererkennen könnt, sind: „The First Avenger: Civil War“, „Atomic Blonde“ oder zuletzt „Gunpoweder Milkshake“.

Die Unterführung ist nicht nur bei internationalen Regisseuren beliebt, sondern auch als außergewöhnlicher Fotospot bei Touristen und Lost Place-Fans. Für alle anderen stellt der verwahrloste Fußgängertunnel aus dem Jahr 1975 aber eher einen Angst-Ort dar, den die meisten Passanten selbst tagsüber meiden.


Flughafen Tempelhof

Wurde für die Dreharbeiten der „Tribute von Panem“-Filme zwar etwas umgebaut, ist in den Filmen aber trotzdem gut zu erkennen: Der Flughafen Tempelhof. Foto: Lienhard Schulz

Ebenfalls ein beliebter Drehort ist der ehemalige Flughafen Tempelhof. Mit seiner 30er-Jahre Architektur diente der Flughafen sowohl in seiner eigentlichen Funktion (als Flughafen) schon seit den 1940er-Jahren als Kulisse, etwa in Billy Wilders Berlin-Klassiker „Eins, Zwei Drei“ oder in Wim Wenders‘ „In weiter Ferne, so nah!“, aber genauso wurde er auch schon zweckentfremdet, etwa als dystopischer Disktrikt 2 in den beiden „Tribute von Panem – Mockingjay“-Filmen oder als cooler Hintergrund für das Musikvideo zu „Hollywood Hills“ von Sunrise Avenue. Den Flughafen kann man natürlich am besten vom Tempelhofer Feld aus betrachten, aber es gibt auch Führungen, mit denen man auch in einzelne Gebäudeteile reingehen kann.

Neben seiner Funktion als wuchtige Filmkulisse hält der alte Flughafen hin und wieder sogar als Pop-up- Kino her: In der großen Empfangshalle oder im Hangar zeigt thf cinema in unregelmäßigen Abständen Filmklassiker – darunter auch solche, die ebendort gedreht wurden. Ein immersiveres Filmerlebnis geht wohl kaum.


Ufa Studios Tempelhof

Die UFA dreht hier heute keine Filme mehr, aber die alten Schriftzüge sind, teilweise sogar aus der S-Bahn heraus, noch gut sichtbar. Foto: Imago/Steinach

Tempelhof hat nicht nur eine beliebte und bedeutende Filmkulisse zu bieten, sondern ist, neben Babelsberg, auch die Wiege der deutschen Filmindustrie. 1917 wird hier die UFA, kurz für „Universum Film Aktiengesellschaft“ (ursprünglich zu Zwecken der Kriegspropaganda) gegründet, die schnell zum größten europäischen Filmkonzern aufsteigt. Bereits 1913 entstehen auf dem Geländer der heutigen BUFA-Studios zwei riesige Studios mit gläsernen Kuppeln – sie waren wichtig für die Tageslichtzufuhr, die in Zeiten ohne künstliches Studiolicht unabdingbar war. Heute sind diese Pavillons nicht mehr zu sehen, da sie Ende der 1920er Jahre mit Beton und Backsteinmauern umhüllt wurden. 1928 löste nämlich der Ton- den Stummfilm ab, und mit der nahegelegenen Ringbahn und dem benachbarten Flughafen war die Geräuschkulisse schlicht zu laut.

Einige Studiogebäude wurden im Zweiten Weltkrieg zerstört, andere stehen noch heute und sind etwa aus der Ringbahn (auf der Strecke zwischen Tempelhof und Hermannstraße) gut sichtbar. In den 1960ern hat der Mediendienstleister Berlin Union Film die Studios übernommen und produzierte dort seitdem vor allem Fernsehfilme, -serien und -shows, beispielsweise „Circus Halligalli“. Heute befindet sich auf dem Studiogelände der creative space Atelier Gardens, in dem etwa verschiedene NGOs ihre Büros haben oder auch die alten Studios an Filmproduktionen vermietet werden. Außerdem verwandelt sich der historische Studiokomplex im Sommer in ein Freiluftkino – mit einer Leinwand auf der alten Backsteinmauer des Studios „Ton 5“.


Filmtheater am Friedrichshain

Ein echter Hingucker: Das Filmtheater Friedrichshain mit den handgemalten Filmplakaten des Berliner Künstlers Götz Valien. Foto: Imago/Joachim Schulz

Berlin hat viel zu viele coole, unabhängige und besondere Kinos, als dass man sie alle hier vorstellen könnte. Eines, das das Herz von Filmfans und Analog-Liebhabern höher schlagen lässt, ist zweifelsohne das pompöse Filmtheater am Friedrichshain, kurz FaF. Nicht nur ist das zur Yorck-Gruppe gehörende Kino architektonisch ganz nett und hat ein gut sortiertes Programm mit vielen Specials, sondern es ist inzwischen auch das einzige Berliner Kino, das noch mit handgemalten Plakaten für die aktuellen Filme wirbt. Was in den Anfängen und der Hochzeit des Kinos überall gang und gäbe war, ist heute eine nahezu ausgestorbene Praxis. In ganz Deutschland gibt es neben Berlin nur noch in München und Bremen Kinos, die sich gemalte Plakate leisten.

Der letzte Kinoplakatmaler Berlins heißt Götz Valien. Seine Aufträge werden immer weniger, früher hat er in einem eigens dafür arbeitenden Kinoplakat-Atelier für dutzende Berliner Filmtheater gemalt. Heute ist das FaF sein letzter verbliebener Auftraggeber. Bis vor kurzem hingen seine detailgetreuen Arbeiten auch am Delphi Filmpalast und am Kino International, doch seit ersteres auf digitale Poster umgestellt und letzteres für eine Sanierung geschlossen hat, bleibt nur noch ein Kino übrig, das auf den Charme der Filmplakate aus Acrylfarbe auf Canvas setzt. Das Schöne: Im FaF hängen nicht nur die jeweils aktuellen Filmplakate aus, sondern das Foyer ist eine kleine Galerie der schönsten Gemälde von Götz Valien. Bis in den Winter hinein spielt das FaF übrigens in der Reihe „Movies on Canvas“ einmal im Monat die Filme zu den schönsten Plakaten von Götz Valien.


Berlinale

Das Herz der Internationalen Filmfestspiele: Der Berlinale-Palast am Potsdamer Platz. Foto: Imago/Klaus Martin Höfer

Streng genommen ist die Berlinale natürlich kein Ort, aber ein Filmereignis, das man auf keinen Fall verpassen sollte. So viel geballte Filmkunst wie auf dem größten Publikums-Filmfestival der Welt gibt es kein zweites Mal. Mehrere hundert Filme flimmern jedes Jahr im Februar über die Leinwände der Stadt – und fast so viele Stars tummeln sich auf den roten Teppichen (und mit etwas Glück erwischt man einzelne Schauspieler oder Regisseurinnen sogar in der Lieblingskneipe).

Die Vielfalt der gezeigten Filme ist riesig: Von litauischem Underground-Kino bis zu Sci-Fi-Streifen aus Hollywood läuft bei den Internationalen Filmfestspielen fast alles. Die Karten sind zwar nach wie vor extrem begehrt, aber ein stundenlanges Anstehen in der Februar-Kälte ist seit einigen Jahren glücklicherweise passè und die Tickets gibt es inzwischen online. Ein Tipp, um entspannt an Karten zu kommen und außerdem für ungewöhnliche Filmerlebnisse: Nicht versuchen, Plätze für die begehrten Publikumslieblinge zu ergattern, sondern einfach Tickets für Vorstellungen von komplett unbekannten Filmen kaufen und mal raus aus der eigenen Sehgewohnheit kommen.


Freiluftkinos

Die meisten Berliner Freiluftkinos sind idyllisch inmitten von Bäumen und Parks gelegen, so wie das Freiluftkino Friedrichshain. Foto: Imago/Berlinfoto

Jedes Jahr im Sommer wird die Kinohauptstadt Berlin um noch ein paar Leinwände reicher. Über 20 Orte im Freien werden zu Freiluftkinos, sobald es abends warm genug ist, um es sich auf Bänken, Monoblocs oder in Liegestühlen bequem zu machen. Ob in kleinen Hinterhöfen versteckt oder mitten auf dem Kulturforum – Spielstätten für das Openair-Kinoerlebnis gibt es in Berlin genug.

Die meisten Freiluftkinos zeigen eine Mischung aus Klassikern und Filmen, die schon eine Weile laufen oder vielleicht sogar schon wieder von den Spielplänen verschwunden sind. Sie bieten damit die praktische Möglichkeit, Kinolieblinge aus dem vergangenen Jahr, die man verpasst hat, in romantischer Atmosphäre zu genießen. Die meisten Freiluftkinos starten ihr Programm naheliegenderweise recht spät am Abend, aber es gibt auch Ausnahmen: Das Freiluftkino Hasenheide etwa hat eine „Tageslichtbühne“, die dank besonderer Technik bereits am Nachmittag bespielt werden kann.


Filmkulisse Berlin

Dass Hollywood-Produktionen wie 2007 „Valkyrie“ mit Tom Cruise mitten in Berlin gedreht werden, kommt weniger oft vor als beispielsweise ein „Tatort“. Wenn, dann werden Berliner wie Touristen gleichsam schaulustig. Foto: Imago/Jochen Eckel

Auch dieser Tipp ist kein Ort an sich, gehört aber genauso zur Filmstadt Berlin: Irgendwas wird hier immer gedreht. Sei es der „Tatort“, eine ZDF-Vorabend-RomCom oder hin und wieder auch mal ein Hollywood-Streifen. Wer lange genug in Berlin lebt, gerät früher oder später mit Sicherheit einmal in ein Filmset mitten auf der Straße. Fans bestimmter Produktionen können sich natürlich auch vorher informieren, wann und wo der Lieblingsregisseur demnächst dreht, und dann versuchen, einen Blick auf die Dreharbeiten zu erhaschen. Im Herbst 2025 steht auch schon wieder eine riesige Produktion an: Der sechste „Tribute von Panem“-Film „Die Tribute von Panem L – Der Tag bricht an“ soll wieder in Berlin gedreht werden.

Ein weiterer Trick, um bei Dreharbeiten ganz vorne mit dabei zu sein: Einfach als Komparse anmelden. Für die „Tribute von Panem“-Filme etwa, die fast alle teilweise in Berlin und Brandenburg gedreht wurden, gab es immer großangelegte Casting-Aufrufe.


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In Berlin gibt es fast 100 Kinos, von riesigen Multiplex-Kinos bis zu süßen kleinen Programmkinos ist alles dabei: Wir empfehlen euch die besten Filmtheater der Stadt. Im Sommer kommen zu den zahlreichen Lichtspielhäusern noch etliche Freiluftkinos dazu: Hier könnt ihr aktuelle Filme und Klassiker unter freiem Himmel genießen. Er baut die Filmwelten von Wes Anderson: Zu Besuch in der Neuköllner Werkstatt des Miniaturbauers Simon Weisse. Berlin kann auch symmetrisch und pastellfarben: An diesen Orten sieht die Stadt aus wie in einem Wes Anderson-Film. Berlin ist regelmäßig Kulisse für Hollywood-Streifen: Hier stellen wir bekannte Drehorte in Berlin vor. Mehr aus der Filmwelt lest ihr in unserer Kino-Rubrik.
Was läuft wann? Hier ist das aktuelle Kinoprogramm für Berlin.

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