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„Final Destination 5“ im Kino

Final_Destination_5Wer den Auftrag erhält, den mittlerweile fünften Teil einer erfolgreichen Horrorfilm-Reihe zu schreiben und/oder zu inszenieren, steht zweifellos vor einem Problem: Einerseits müssen bestimmte Erwartungen bedient werden, denn die Fans wollen markante Aspekte der vorangegangenen Filme keinesfalls missen. Andererseits kann man aber auch nicht genau das gleiche einfach noch einmal machen, denn das würde als langweilig empfunden werden. Es geht also um die Kunst der Variation, und auf diesem Gebiet schlagen sich Drehbuchautor Eric Heisserer und Regisseur Steven Quale mit „Final Destination 5“ zunächst gar nicht so schlecht.

Natürlich wird das Grundprinzip der Reihe beibehalten: Eine Gruppe von jungen Leuten entrinnt bei einem Unglück knapp dem Tod, weil einer der ihren in einer sehr detaillierten Vision die Katastrophe vorhersieht. Doch der Tod will sich nicht austricksen lassen – die Protagonisten sind nun einmal fällig und werden im Folgenden unter ziemlich makaberen Umständen ihr Leben lassen müssen. Stärker als in vorherigen Werken spielen die Filmemacher dabei jedoch mit Erwartungshaltungen: Detailliert malt der Film Möglichkeiten für wahrscheinliche Unglücke aus – um im Zweifelsfall dann doch alles ganz anders kommen zu lassen. Und erstmals keimt hier auch die zarte Hoffnung, einige der Todeskandidaten könnten ihrem Schicksal vielleicht doch entrinnen.

Was den Spaß an diesem Festival matschiger Todesfälle letztlich dann doch ein wenig vergällt, ist der Versuch, den Charakteren unbedingt ein wenig zusätzliche Tiefe verleihen zu wollen: Da scheitern die jugendlichen No-Name-Darsteller ziemlich gnadenlos – und das will von Leuten, die nur dazu da sind ins Gras zu beißen, auch niemand sehen.

Text: Lars Penning

Foto: New Line Productions

tip-Bewertung: Zwiespältig

Orte und Zeiten: „Final Destination 5“ im Kino in Berlin

Final Destination 5 USA 2011; Regie: Steven Quale; Darsteller: Nicholas D’Agosto (Sam Lawton), Emma Bell (Molly), Miles Fisher (Peter); 92 Minuten; FSK k.A.

Kinostart: 25. August

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