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„The Final Girl“ im Kino

The Final Girl

Todd Verow („Totally F***ed Up“, „Frisk“), gern gesehener Gast auf dem Pornfilmfestival, dessen experimentierlustiger Geist im Moviementokino auch außerhalb des Kernfestivals gepflegt wird, bewegt sich mit seinen Filmen an der Grenze zwischen Spielfilmkino und expliziter (und oft genug auch extremer) queerer Pornografie, was bedeutet, dass es auch in seinem jüngsten Werk „The Final Girl“ von beidem etliches zu sehen gibt.
Als schwuler Regisseur, der sich zuletzt in „Fucking Art“ auch selbst als pornografischer Mitspieler in wirklich herausfordernde Lagen brachte, inszeniert er in „The Final Girl“ nun zur Abwechslung eine lesbische Fantasystory in Paris. Die Wohnungssuche einer jungen Burlesque-Tänzerin ist gleich zu Beginn der Vorwand für geschwinden, ziemlich verschmitzt inszenierten BDSM-Sex, später geht es auch in anderen Konstellationen zur Sache, was die zerstreute, an jeder Sorte von Material- und Genrewechsel interessierte Filmerzählung um die Überidentifikation der Heldin mit der depressiven Vormieterin ihres Quartiers allerdings nur bedingt interessanter macht.

Text: Robert Weixlbaumer

Foto: Bangorfilms 2010

tip-Bewertung: Zwiespältig

Orte und Zeiten: „The Final Girl“ im Kino in Berlin

The Final Girl, USA 2010;  Regie: Todd Verow; Darsteller: Judy Minx (Zimmermädchen), Wendy Delorme (The Final Girl), Vйronique Lindenberg (geheimnisvolle Frau); 90 Minuten; FSK k.A.

Kinostart: 12. Mai

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