Animationsfilm

„Findet Dorie“ im Kino

Familientauglich, dennoch kann „Findet Dorie“  nicht mit dem berühmten Vorgängerfilm mithalten

(Pictured) DORY. ©2013 Disney•Pixar. All Rights Reserved.

Seit seiner Gründung im Jahr 1986 hat das Pixar-Studio keinen wirklich schlechten Film produziert. Doch die einst unerschöpflich wirkende Originalität (und amüsante Frechheit) der Stoffe sowie die bahnbrechenden animationstechnischen Leistungen vergangener Jahre sind mittlerweile einem Alltag gewichen, in dem vor allem Sequels und Familientauglichkeit an der Tagesordnung sind – und sich die Filme von denen des Mutterkonzerns Disney oft nicht mehr sehr unterscheiden.
„Findet Dorie“ ist da ein gutes Beispiel: 13 Jahre nach „Findet Nemo“ wird hier die ­Geschichte von Dorie weitergesponnen, der stets optimistischen Doktorfisch-Dame mit Gedächtnisschwund, die einst den Clownfisch Marlin bei der Suche nach seinem Sohn Nemo quer durch den Ozean begleitete, und die nun ihrerseits nach ihren Eltern sucht. An die sie sich logischerweise nur sehr bruchstückhaft erinnern kann.
Doch während sich in „Nemo“ Komik, Verlust­ängste und Gefahrenmomente recht subtil die Waage halten, gewinnt die sentimentale ­Familienseligkeit in „Dorie“ langsam die Oberhand. Klar: Dories Erlebnisse in einem meeresbiologischen Institut mit einem griesgrämigen Tintenfisch namens Hank sind immer noch charmant und lustig anzusehen, doch irgendetwas fehlt: der letzte Pep, die überzeugende schräge Idee. Es läuft einfach alles ein wenig zu glatt ab. Ob Pixar den alten Schwung wohl noch einmal wiederfindet?

Finding Dory (OT) USA 2016, 97 Min., R: Andrew Stanton, Angus ­McLane, Start: 29.9.

Bewertungspunkte3

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