Komödie 

„Fisherman’s Friends“ im Kino

Kernige Mannen: Die wahre Geschichte der Fisherman’s Friends

Fisherman Films Ltd.

„Der Sound ist einzigartig, wir können Ihnen helfen, dass Ihre Songs bei einem Label veröffentlicht werden“, sagt Musikmanager ­Danny zu den Fischern, die am Hafen ein paar Shantys gesungen haben. Doch statt mit Jubel zu rea­gieren, fangen die Männer nur aus vollem Halse an zu lachen. Schließlich singen die Seebären normalerweise nur vor ein paar Zuschauern im Städtchen Port Isaac in Cornwall.

Trotzdem ist dies eine wahre Erfolgsgeschichte, aus der Regisseur Chris Foggin nun einen Spielfilm gemacht hat. Die Fisherman’s Friends wurden vor rund zehn Jahren entdeckt und schafften es mit ihren Shantys, also klassischen Seemannsliedern, tatsächlich in die Top Ten der britischen Hitparade. Der Film erzählt den Weg dahin und schippert dabei durch ähnliche Gewässer wie einst die Menstrip-Sozialkomödie „Ganz oder gar nicht“: In eine durchweg optimistische Feelgood-Komödie fließen immer wieder tragische Noten ein.

So geht es neben Dannys Überzeugungsarbeit um Finanzsorgen, einen Todesfall, den Ausverkauf des örtlichen Pubs und die Vorbehalte der Land­bevölkerung gegen die blasierten Großstädter. Dazu wird eine frische Liebe auf die Probe ­gestellt und eine Lebenskehrtwende vollzogen. Die Formelhaftigkeit des Drehbuchs läuft zwar der vielfach beschworenen Authentizität der ­kernig unverstellten Fischer zugegen. Doch immer, wenn „Fisherman’s Friends“ dadurch zu erlahmen droht, funktionieren die Ablenkungsmanöver: vor allem mit der ansteckenden guten Laune der Mannen mit ihrem rauen, aber herzlichen Charme.

Fisherman’s Friends GB 2019, 112 Min., R: Chris Foggin, D: Daniel Mays, James Purefoy, David Hayman, Start: 8.8.

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