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Flüchtlingsdrama „Die Farbe des Ozeans“

Die_Farbe_des_OzeansDas politische Streitwort von der „Festung Europa“ wurde zuletzt in lohnenden Filmen aufgegriffen: „Welcome“ etwa um einen kurdischen Flüchtlingsjungen in Calais, der bei einem Bademeister Unterschlupf findet, oder die Doku „Revision“ über rumänische Todesopfer an der deutsch-polnischen Grenze. „Die Farbe des Ozeans“ spielt nun an einem Badeort auf einer kanarischen Insel. Hier wird eine Urlauberin (Sabine Timoteo) unvermittelt mit dem Schicksal afrikanischer Bootsflüchtlinge konfrontiert. Durch ihre spontane Hilfsbereitschaft einem Vater (Hubert Kounde) und seinem Sohn gegenüber wird sie zur Hoffnungsträgerin für die beiden. Ein dritter Handlungsstrang erzählt vom Grenzpolizist Josй, der erbitterte Härte walten lässt.
Regisseurin und Koautorin Maggie Peren bleibt nah an den Figuren und ihren nachvollziehbaren Konflikten und verknüpft die drei Ebenen schlüssig. Selbst „Bad Guy“ Josй (eindringlich: Alex Gonzalez) erscheint als differenzierter Charakter in einem konzentrierten Drama.    

Text: Ulrike Rechel
Foto: Movienet Film GmbH/ Pere Pueyo
tip-Bewertung: Sehenswert

Die Farbe des Ozeans im Kino in Berlin
Deutschland/Spanien 2011; Regie: Maggie Peren; Darsteller: Sabine Timoteo (Nathalie), Friedrich Mücke (Paul), Hubert Koundй (Zola);
92 Minuten; FSK 12;
Kinostart: 17. Mai

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