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„The Forest“ im Kino

Gehe nicht in den dunklen Keller, durchsuche nicht die unheimliche Höhle, betrete nicht den finsteren Wald. Vor allem nicht nachts, und komme ja nicht vom Wege ab! Die Protagonisten eines Horrorfilms schlagen diese Warnungen naturgemäß und genrebedingt in den Wind und stellen sich – gewissermaßen stellvertretend für den Zuschauer – ihren Urängsten.  
Mit der Idee, den eigenen Dämonen gegenübertreten zu müssen, spielt auch „The Forest“, denn die Zwillingsschwester von Hauptfigur Sara (Natalie Dormer) ist in Japan in einem Wald verschwunden, der als Ort für Selbstmörder verschrien ist. Natürlich macht sich Sara auf die Suche nach der Schwester – und findet nur die eigenen psychischen Abgründe, die ihr schreckliche Trugbilder vorgaukeln. Hätte sich der Film darauf konzentriert, wäre ein interessanter Beitrag zum Horrorgenre sicher gewesen, doch „The Forest“ leidet an schlechtem Timing: Bis Sara endlich im Wald ankommt, vergeht eine halbe Ewigkeit, in der so wenig passiert, dass Regisseur Jason Zada die Zeit mit überflüssigem, billigem Schreck-Grusel füllt.    

Text: Lars Penning

Foto: James Dittiger/ Gramercy Pictures/ Splendid Film

Orte und Zeiten: The Forest

The Forest USA 2015; R: Jason Zada; D: Natalie Dormer (Sara), Taylor Kinney (Aiden), Yukiyoshi Ozawa (Michi); 93 Min.

Kinostart: Do, 4. Februar 2016

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