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„Frank“ im Kino

Frank

Kreativität geht oft seltsame Wege – aber Talentlosigkeit ?auch: Der Hobbykeyboarder Jon (Domhnall Gleeson) sieht seine Chance zum Ruhm gekommen, als er durch einen Zufall Mitglied der Rockgruppe Soronprfbs wird. Dass den neuen Kollegen auf dem Weg zur großen Karriere aber nicht nur der Bandname hinderlich ist, sondern einige Musiker bereits in psychiatrischen Anstalten saßen und Sänger Frank (Michael Fassbender) in allen Lebenslagen einen großen Pappmachйkopf trägt, sollte ihm allerdings zu denken geben.
Die britisch-irische Tragikomödie überzeugt mit einer Unmenge von absurden Einfällen, ohne dass die Abenteuer der Band dabei zur albernen Lachnummer verkommen würden. Vielmehr wirken die schauspielerischen Leistungen von Gleeson, Fassbender und Maggie Gyllenhaal (als Musikerin Clara) regelrecht bewegend in einem Film, der nicht nur Mediengeilheit und den Glauben an falsche Gurus aufs Korn nimmt: Am besten ist man letztlich immer dann, wenn man einfach nur man selbst sein darf.

Text: Lars Penning

Foto: Jonathan Hession

Orte und Zeiten: „Frank“ im Kino in Berlin

Frank, Irland/GB 2014; Regie: Lenny Abrahamson; Darsteller: Michael Fassbender (Frank), Maggie Gyllenhaal (Clara), Domhnall Gleeson (Jon); 91 Minuten

Kinostart: Do, 27. August 2015

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