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„Frankenweenie“ von Tim Burton im Kino

Frankenweenie

Als Tim Burton 1984 „Frankenweenie“ als knapp dreißigminütigen Kurzfilm (mit Schauspielern) für Disney drehte, warf ihn das Studio anschließend hinaus, weil man in einem Horrorfilm für Kinder kein kommerzielles Potenzial erkannte. Heute sind fast alle amerikanischen Puppen-Stop-Motion-Trickfilme „Horror“-Werke: Die Zeiten haben sich offenbar geändert. Und so folgt Burton in der neuen, schwarzweißen Stop-Motion-Version von „Frankenweenie“ seinem alten Konzept recht getreulich: vom erfolgreichen Versuch des jugendlichen Viktor Frankenstein, seinen bei einem Unfall getöteten Hund Sparky wiederzubeleben, bis zum – den klassischen „Frankenstein“-Film von 1931 variierenden – Finale, in dem ein Mob eine Windmühle mit dem „Monster“ darin in Brand steckt. Neu ist ein Mittelteil, in dem Victors ebenfalls recht seltsame Mitschüler hinter sein Geheimnis kommen und ihrerseits eine Reihe von verblichenen Haustieren mit unguten Folgen wieder zum Leben erwecken. An dieser Stelle merkt man dem Film die „Streckung“ der Geschichte schon ein wenig an, doch der makabre Humor, die liebevolle Charakterisierung der Figuren und der handwerkliche Charme der Stop-Motion-Animation machen die kleine Schwächephase allemal wieder wett.

Text: Lars Penning

Foto: 2012 Disney Enterprises, Inc.

tip-Bewertung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „Frankenweenie“ im Kino in Berlin

Frankenweenie, USA 2012; Regie: Tim Burton; Stimmen OF: Charlie Tahan (Victor Frankenstein), Catherine O’Hara (Mrs. Frankenstein), Martin Short (Mr. Frankenstein/Mayor Burgemeister/Nassor); 87 Minuten; FSK 12

Kinostart: 24. Januar

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