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„Frau Müller muss weg“ im Kino

Frau Müller muss weg

Wenn es um die Poleposition geht, die dem Nachwuchs einen vorteilhaften Start in den sogenannten Ernst des Leben ermöglicht, kennen moderne Eltern keine Gnade. Der Kompetenz des pädagogischen Fachpersonals ist im Zweifelsfalle zu misstrauen, schließlich wissen Mutter/Vater am besten, was gut ist für das Kind, dessen Fehlleistungen im Übrigen immer und unter allen Umständen auf mangelndes Verständnis zurückzuführen sind.
Frau Müller also, die Klassenlehrerin, muss weg, finden ein paar Eltern, denn der Übertritt der Sprösslinge ans Gymnasium ist in Gefahr. Doch was als Putsch im Rahmen einer Elternsprechstunde geplant war, gerät zum scharfzüngigen Scharmützel unter allen Gürtellinien.
Lutz Hübners lustiges und erfolgreiches Theaterstück, das er bereits am Berliner Grips Theater inszeniert hat, hat Sönke Wortmann nun auch als Film adaptiert, der seine Wurzeln nicht verleugnet. Der dialoglastige Kammerspiel-Charakter von „Frau Müller muss weg“ wird jedoch vom aufgebotenen schauspielerischen Kaliber mehr denn wettgemacht.

Text: Alexandra Seitz

Foto: 2014 Constantin Film Verleih GmbH

Orte und Zeiten: „Frau Müller muss weg“ im Kino in Berlin

Frau Müller muss weg, Deutschland 2014; Regie: Sönke Wortmann; Darsteller: Gabriela Maria Schmeide (Frau Müller), Justus von Dohnбnyi (Wolf Heider), Anke Engelke (Jessica Höfel); 88 Min.

Kinostart: Do, 15. Januar 2015

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