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Frauen hinter der Kamera

Julia JentschWenn schon bei den Frauenquoten in den Führungsetagen der Wirtschaft und – wie eine jüngste Untersuchung zeigte – in den Bundesministerien nichts vorangeht, lassen sich wenigstens im Bereich Filmregie und Drehbuch Fortschritte verzeichnen. Ein Bild davon kann man sich beim Internationales Frauenfilmfestival Dortmund/Köln machen, das vom 17. bis 22. April in die nächste Runde geht, dieses Jahr schwerpunktmäßig in Köln. Auf dem Festival laufen 100 Filme von Regisseurinnen aus über 40 Ländern. Im internationalen Debüt-Spielfilmwettbewerb sind starke Filme zu sehen wie der US-Indie „Return“ von Liza Johnson, mit Linda Cardellini, Michael Shannon und John Slattery (bekannt als Roger Sterling in „Mad Men“) als Deutschlandpremiere. Außerdem laufen etwa „Histуrias Que sу Existem Quando Lembradas“ von Julia Murat aus Brasilien, „Spanien“ von Anja Salomonowitz und „Zefir“ von Belma Bas aus der Türkei. Die Jury bilden in diesem Jahr Julia Jentsch (Foto), die chinesische Regisseurin und Autorin Guo Xiaolu („Ufo in Her Eyes“) und die mexikanische Filmjournalistin Lucy Virgen, die auch Kuratorin des Filmfestivals Guadalajara ist. Sie vergeben den mit 10.000 Euro dotierten Spielfilmpreis.
Spannend verspricht auch der Schwerpunkt „What’s going on“ über das Filmschaffen der arabischen Welt zu werden, außerdem gibt es eine kleine Reihe mit Werken von polnischen Regisseurinnen. Ein besonderes Augenmerk gilt auch dem Wettbewerb für Bildgestalterinnen – denn nach wie vor gibt es nur wenige Kamerafrauen. In diesem Kontext sei auf das Werkstattgespräch am 21. April hingewiesen mit den Kamerafrauen Sophie Maintigneux und Jana Marsik.

Mehr Festivalinfos unter: www.frauenfilmfestival.eu

Quelle: Blickpunkt:Film

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Foto: Siebbi (Creative Commons)

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