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tip-Preview: „Lebanon“

Lebanon

Aus dem Inneren eines Panzers heraus ist ein Krieg eine seltsame Angelegenheit: Die Soldaten sehen die Welt nur durch einen Bildausschnitt, distanziert, aber umso verwundbarer. Ein Panzer ist eine höchst riskante Angriffswaffe, das macht auch Samuel Moaz in „Lebanon“ (Kinostart: 14. Oktober) deutlich, wenn er von einer Gruppe von Soldaten erzählt, die den Libanonfeldzug von 1982 aus dem Inneren eines Panzers heraus erleben. Hoffnungslos desorientiert, abhängig von Funksprüchen, verloren im Häusergewirr, schlagen sie sich durch einen Krieg, den sie nicht verstehen, geschweige denn überblicken können. Deutlich ist „Lebanon“, der 2009 in Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet wurde, auch eine Antwort auf Claude Lanzmanns Dokumentarfilm „Tsahal“. Dort ist der Panzer der Inbegriff einer wehrhaften Nation, hier steht er für ein Israel, das in der Panzerung seiner Sicherheitspolitik gefangen ist. Wir zeigen den Film als tip-Doppel-Preview am Mi 6.10., 20 Uhr im Kino Hackesche Höfe und parallel im Kant Kino.

tip-Preview: „Lebanon“ (OmU), Mi 6.10., 20 Uhr, Kino Hackesche Höfe + Kant Kino

Kaufkarten gibt es an den Abendkassen der Kinos.

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