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„Freunde mit gewissen Vorzügen“ im Kino

Freude mit gewissen Vorzügen

Die amerikanische romantische Komödie wird schon eine ganze Weile von den kleinen, großen Unterschieden zwischen Liebe, Freundschaft, Sex umgetrieben. Es liegt nahe, darin ein Symptom für emotionales „Multitasking“ zu sehen, denn darauf läuft die glückliche Beziehung im Endeffekt hi­naus. Will Gluck hat nun mit „Freunde mit gewissen Vorzügen“ das Thema neu in Angriff genommen, kommt aber über die allerkonventionellsten Ideen nicht hi­naus.
Mila Kunis spielt eine Headhunterin in New York, die einen hippen Grafiker von der Westküste (Justin Timberlake) in die Stadt holt, damit er hier bei einem angesehenen Magazin richtig Karriere machen kann. Bei der Gelegenheit ergibt sich eine „unverbindliche“ Bettbeziehung, von der die beiden erfolgreichen Jungmenschen natürlich zum klassischen Integrationsmodell umfassender Zweisamkeit bekehrt werden. Als Komödie ist „Freunde mit gewissen Vorzügen“ eher matt, es geht vor allem um die Ausstellung eines bestimmten urbanen Lebensstils, als dessen Erfüllung dann eben gilt, dass sich zwei „Richtige“ aus diesem Milieu finden. Originell ist das nicht, aber als Exempel eines so wichtigen zeitgenössischen Genres doch interessant.

Text: Bert Rebhandl

Foto: Sony

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Freunde mit gewissen Vorzügen“ im Kino in Berlin

Freunde mit gewissen Vorzügen (Friends With Benefits), USA 2011; Regie: Will Gluck; Darsteller: Justin Timberlake (Dylan), Mila Kunis (Jamie), Patricia Clark­son (Lorna); 109 Minuten; FSK 12

Kinostart: 8. September

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