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„Für Frieda Grafe – Filme, Lesung und Buchpräsentation“ im Arsenal

Frieda Grafe war eine der angesehensten Filmkritikerinnen Deutschlands. 1934 in Mülheim im Sauerland geboren, schrieb sie nach ihrem Studium der Germanistik, Romanisitk und Philosophie in München, Paris und Münster in den 1960er Jahren zunächst für die „Filmkritik„. In den 1970ern war sie vor allem für die „Zeit“ und die „Süddeutsche Zeitung“ tätig, ehe sie später auch als Übersetzerin arbeitete und bei diversen Radiosendern verschiedene Rundfunksendungen gestaltete. Frieda Grafe starb im Jahr 2002.
Herausgegeben von Enno Patalas sind von Frieda Grafe im Verlag Brinkmann und Bosse nun zwölf Bände unter dem Titel „Ausgwählte Schriften in Einzelbänden“ erschienen. Zur Publikation des zwölften und letzten Bandes widmet das Arsenal in der Potsdamer Straße der Filmkritikerin nun einen ganzen Abend. Unter dem Motto „Für Frieda Grafe – Filme, Lesung und Buchpräsentation“ zeigt das „Institut für Film und Videokunst e.V.“ zwei Filme, die Frieda Grafe in ihren Schriften besprochen hat. Neben dem Kurzfilm „Der Bräutigam, die Komödiantin und der Zuhälter„, der 1968 unter der Regie von Jean-Marie Straub entstand, wird auch „The Lusty Men“ (Foto) aus dem Jahre 1952 gezeigt. Der Film von Nichlas Ray, mit Robert Mitchum, Arthur Kennedy und Susan Hayward in den Hauptrollen, lief in Deutschland auch unter den Titeln „Arena der Cowboys“ oder „Die Draufgänger“ und beschreibt ein Leben on the road, den gleichzeitigen Wunsch, eine Bleibe zu finden. Er erzählt dabei vom Zwang zum Erfolg und der Angst vor dem Versagen.
Frieda Grafe schrieb 1977 über den Film: „So kaputt sind die Cowboys. Sie können ihr Image, das die Wörter ihnen aufbürden, nicht mehr tragen.“ 1983 fügte sie hinzu: „The Lusty Men wirkt heute wie der Anfang vom Ende: Traumfabrik und amerikanischer Traum sind ineinander überblendet.“
Eingebettet werden die beiden Filme von einer Einführung durch Rike Felka und einer Lesung aus den Texten von Frieda Grafe.

Für Frieda Grafe – Filme, Lesung und Buchpräsentation, Kino Arsenal, Mi 3.6., 20 Uhr 

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