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„Gabrielle – (K)eine ganz normale Liebe“ im Kino

Gabrielle - (K)eine ganz normale Liebe

Alles wäre eigentlich ganz normal. Gabrielle (Gabrielle Marion-?Rivard) und Martin (Alexandre Landry) treffen sich regelmäßig beim Chor, lernen sich näher kennen und verlieben sich. Sie möchten ein Paar sein. Doch die ganze Geschichte ist in Louise Archambaults „Gabrielle“ noch einmal deutlich komplizierter, denn: Gabrielle und Martin haben beide das Williams-Beuren-Syndrom – also ein geistiges Handicap. Dadurch haben beide zwar eine besondere Musikalität, können aber auch mit Anfang 20 nicht ganz allein den Alltag meistern, weshalb Martin bei seiner Mutter und Gabrielle in einer betreuten Wohngruppe lebt. Mit der Bemühung um Authentizität und getragen von Hauptdarstellerin Marion-Rivard, die selbst das Syndrom hat, fächert der Film dabei auf sensible Weise die zu erwartenden Problemfelder um diese Beziehung auf – von (den Grenzen) der Selbstbestimmung bis zum Sex zwischen Behinderten. Ein Problemfilm ist „Gabrielle“ aber dennoch kaum, nicht zuletzt durch die emotionalen Chorszenen und die optimistische Schlussnote. Dass Liebe jedem zusteht und keine Behinderungen kennen sollte, führt der Film mit klarer Botschaft vor Augen, ganz normal.

Text: Sascha Rettig

Foto: Mirco Scope / Alamode Film

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Gabrielle – (K)eine ganz normale Liebe“ im Kino in Berlin

Gabrielle, ?Kanada 2013; Regie: Louise Archambault; Darsteller: ?Gabrielle Marion-Rivard ?(Gabrielle), Alexandre Landry (Martin), Mйlissa Dйsormeaux-Poulin (Sophie); 103 Minuten; FSK 6

Kinostart: 24. April

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