Sci-Fi-Action

„Hotel Artemis“ im Kino

Gangsterklinik: Jodie Foster führt als „Schwester“ ein strenges Regiment im „Hotel Artemis“

Foto: Concorde

Los Angeles im Jahr 2028. Auf den düsteren Straßen tobt der Aufstand. Barrikaden brennen, und die Polizei liefert sich rabiate Schlachten mit dem Mob. Eigentlich der optimale Zeitpunkt für zwei räuberische Brüder, eine Bank zu überfallen. Doch bei dem Coup wird einer der beiden schwer verletzt und vom anderen ins Art-Deco-Gebäude „Hotel Artemis“ gebracht. Denn im Penthouse des alten Gemäuers befindet sich eine Klinik, die auf die Behandlung von Gangstern spezialisiert ist.
Unter dem strengen Regime der „Schwester“ und ihres tumb-treuen Assistenten werden den anonymisierten Verbrechern mit Hightech-Methoden die Knochen und Körper geflickt. Die Bankräuber werden (nach den Namen ihrer Suiten) zu Honolulu und Waikiki, außerdem gibt es da noch Nizza, eine französische Auftragskillerin, und den schrillen Waffenhändler Acapulco. Zu allem Überfluss steht plötzlich die verletzte Polizistin Morgan vor der Tür und bittet die Schwester, die sie von früher zu kennen scheint, um Hilfe. Obendrein hat sich der Mafiaboss Wolfking angekündigt, dem das Hotel gehört.
Für seine endzeitliche SciFi-Action hat Regisseur und Autor Drew Pearce eine beachtliche Besetzung und ein hübsch dystopisches Setting ausgewählt, vergisst darüber aber, einen spannenden und mitreißenden Plot zu bauen. Zwar besitzen alle Figuren irgendein Trauma oder eine Back­story, doch diese dienen nur dazu, einen fadenscheinigen Vorwand für das finale Shootout und Gemetzel zu liefern. Lauter interessante Zutaten, aus denen sich viel zu wenig entwickelt. Schade drum.

Hotel Artemis USA 2018. 94 Min., R: Drew Pearce, D: Jodie Foster, Sterling K. Brown, Jeff Goldblum, Sofia Boutella, Start: 26.7.

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