Dokumentarfilm

„Gaza Surf Club“ im Kino

Unsere Wahrnehmung von den Brennpunkten dieser Welt ist bestimmt durch eine verkürzte mediale Berichterstattung

Vom Gazastreifen ist uns wenig mehr bekannt als der Dauerkonflikt zwischen der islamistischen Hamas und Israel. Philip Gnadt und Mickey Yamine zeigen nun Menschen, die aus ihrem trostlosen Alltag ausbrechen wollen und den Wunsch nach Veränderung noch nicht aufgegeben haben.
Letzterer kapriziert sich hier für einige junge Leute auf das Surfen, das Spaß und jene Freiheit verspricht, die das eingemauerte Land sonst nicht bieten kann. Strand, Meer und Wellen gibt es genug, das Problem ist die Beschaffung von Equipment: Hauptprotagonist Ibrahim wünscht sich ein Visum für die USA, um auf Hawaii zu lernen, wie man Surfbretter für den noch zu errichtenden Club baut.
Parallel erzählt der Film von der Familie eines Mädchens, das aus Schicklichkeitsgründen das Schwimmen und Surfen aufgeben soll, aber – unterstützt vom Vater – nicht daran denkt. Am Strand ist sie die von anderen Mädchen umlagerte Sensation. Nur Wunschdenken für eine neue Zukunft? Man soll die Hoffnung nie aufgeben.

Gaza Surf Club D 2016, 87 Min., R: Philip Gnadt, Mickey Yamine, Start: 30.3.

Mehr über Cookies erfahren