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Gerd Kroske: Die Hamburg-Trilogie im Arsenal

Der Boxprinz

Eine einzige Karriere ist nicht genug im Leben: Norbert Grupe, der sich Prinz Wilhelm von Homburg nannte, bewegte sich zwischen der Halbwelt von St. Pauli und der Mitwirkung in Hollywood-Filmen wie „Stirb langsam“, er war nicht nur ein talentierter Boxer, sondern auch ein großer Selbstdarsteller. Wolli Köhler dagegen versuchte sich nicht nur als Bordell- und Pornokinobetreiber, sondern hatte auch eine künstlerische Ader, dichtete und malte und wurde schließlich von Hubert Fichte als „Wolli Indienfahrer“ literarisch verewigt. Heino Jaeger dagegen betätigte sich als Kabarettist und Maler, bevor er ein gefeierter Radiostar wurde und am Ende in der Psychiatrie landete. Gerd Kroske hat sich diesen drei Männern zwischen 1999 und 2012 in zugeneigten Porträts gewidmet, die jetzt im Arsenal im Zusammenhang zu sehen sind.

Text: Frank Arnold

Foto: Quelle: Arenal – Institut für Film und Videokunst

Gerd Kroske: Die Hamburg-Trilogie: ?“Der Boxprinz“ (12.9.), „Wollis Paradies“ (13.9.), „Heino Jaeger – Look before you kuck“ (13.9.) im Arsenal. Nach jedem Film gibt es ein Gespräch mit dem Filmemacher.

www.arsenal-berlin.de

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