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Ghost Movie

Ghost_MovieMarlon Wayans, Autor und Hauptdarsteller in Personalunion, der sich
mit den ersten beiden „Scary Movie“-Filmen sein Stück vom Parodienkuchen
abschnitt, hat wieder zugeschlagen. Diesmal ist seine Zielscheibe die
seit vier Jahren erfolgreiche „Paranormal Activity“-Filmreihe mit ihrem
pseudodokumentarischen Gestus.

Dabei beschränkt er sich kostenbewusst weitgehend auf einen einzigen Schauplatz und zwei Darsteller und zeigt, wie ein junges schwarzes Paar, das ein vermeintliches Traumhaus in Suburbia bezieht, mit unheimlichen nächtlichen Vorfällen konfrontiert wird. Das gemeinsame morgendliche Anschauen der Bänder der vom Mann überall angebrachten Überwachungskameras, wird zum peinlichen Erlebnis, denn was die Beiden in den Nächten machen, ist ihnen selbst zu Recht peinlich – und dem Zuschauer allemal, wird doch außer Furz- und Sexwitzen wenig geboten.
Jeder noch so mäßige Found-Footage-Film der letzten Jahre war unterhaltsamer als diese zähe Parodie, bei der der Zuschauer sich vorkommt, als würde er in einem Sumpf langsam versinken. Smart Ass nennt sich die Produktionsfirma, und das trifft: So billig hat schon lange kein Film mehr versucht, dem Publikum das Geld zu entlocken.

Text: Frank Arnold
Foto: WillMcGarry_2012Smartass
tip-Bewertung: Ärgerlich


Orte und Zeiten Ghost Movie

USA 2012; Regie: Michael Tiddes; Darsteller: Marlon Wayans  (Malcolm), Marlene Forte  (Rosa), Essence Atkins  (Kisha); 86 Minuten; FSK k.A.;

Kinostart: 21. Februar

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