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„Glamour L\Amour“ im White Trash Fast Food

Edie SedgwickWenn Andreas Döhler für sein Smoking Cinema eine Filmreihe zu diesem Thema kuratiert, dann geht es jedoch ganz sicher nicht um Hollywood-Schönheiten und Mode-Ikonen. Denn Döhler denkt Underground: Glam- und Punkrock, Drag-Queens und Andy Warhols Factory. So kommt in der Filmreihe neben dem unvermeidlichen David Bowie in seiner androgynen Ziggy-Stardust-Phase und Marc Bolan, den Ringo Starr 1972 in „Born To Boogie“ auf dem Höhepunkt seines Erfolgs mit T. Rex im Konzert ablichtete, denn auch vor allem die Warhol-Muse Edie Sedgwick zu Ehren: Filme wie „Poor Little Rich Girl“ (1965), „Chelsea Girls“ (1966) und „Ciao Manhattan!“ (1972) zeigen, wie Edie – gleichermaßen attraktives Fotomodell, reiche Society-Erbin und psychisch leicht derangierte Kindfrau – zu einem der „Superstars“ der Factory wurde, ehe ihr Stern kläglich verlosch. Ein Leben nach dem Glamour gab es für Edie Sedgwick nicht.

Text: Lars Penning

Glamour L’Amour, 3. bis 26. Januar, Smoking Cinema im White Trash Fast Food

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