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„Gnomeo und Julia“ im Kino

Gnomeo und Julia

Rote Zipfelmützen streiten bis auf die Tonscherbe mit blauen Zipfelmützen, und nur ein Liebespaar wagt es, die ewige Feindschaft hinter sich zu lassen. Was ist das? Na klar, „Gnomeo und Julia“ präsentiert Shakespeares „Romeo und Julia“ im britischen Gartenzwerg­milieu als Animationsfilm in 3-D. Wird das Liebespaar zusammenkommen können? Das ist hier eher eine rhetorische Frage, denn allzu ernst wird das Dichterwort dann natürlich doch nicht genommen.
Die von Disney vertriebene Independentproduktion besitzt zwei sympathische Hauptfiguren, ein leidlich attraktives Design und einen wirklich netten Gag um einen Monsterrasenmäher namens Terrafirminator, der die vermeintliche Gartenidylle am Ende in Schutt und Asche legt. Doch insgesamt fehlt das gewisse Etwas: Die anderen Figuren gewinnen kaum Profil, die Geschichte mit ihren – sehr bescheidenen – Konflikten ist absolut vorhersehbar und die Shakespeare-Anspielungen sind nicht so lustig wie man es sich wohl wünschen möchte. Das bedeutet nicht, dass der Film nicht unterhaltsam wäre, doch er erinnert dabei an eine Tüte Eiscreme: nett für den Moment, aber kaum etwas, woran man den Rest seines Lebens denken wird.

Text: Lars Penning

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Gnomeo und Julia“ im Kino in Berlin

Gnomeo und Julia (Gnomeo and Juliet), Großbritannien/USA 2011; Regie: Kelly Ashbury; 84 Minuten; FSK 6

Kinostart: 24. März

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