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Goldener Löwe geht nach Südkorea

Pieta

Die Jury um Michael Mann sprach den Goldenen Löwen der 69. Mostra in Venedig dem koreanischen Beitrag „Pieta“ von Kim Ki-Duk zu – wollte den Hauptpreis aber, wie mittlerweile die Runde macht, ursprünglich eigentlich Paul Thomas Andersons „The Master“ überreichen. Weil aber eine Regel besagt, dass nicht ein Film die Preisvergabe deutlich dominieren sollte, beließ man es für den amerikanischen Beitrag beim Regie- und Darstellerpreis: Paul Thomas Anderson erhielt den Regiepreis; als beste Schauspieler wurden ex aequo Joaquin Phoenix und Philip Seymour Hoffman ausgezeichnet. „The Master“ gewann außerdem den Preis der FIPRESCI.
Hinzu kam noch ein peinlicher Fehler bei der Preisvergabe, als die Jury den Spezialpreis der Jury mit dem Silbernen Löwen für die beste Regie verwechselte. Philip Seymour Hoffman hatte die Bühne bereits wieder verlassen, als der Fehler auffiel und er wieder zurückgerufen wurde. Der Spezialpreis ging schließlich an Ulrich Seidls umstrittenen „Paradies: Glaube“. Als beste Darstellerin wurde Hadas Yaron für den israelischen Film „Fill the Void“ prämiert. Der Drehbuchpreis ging an Olivier Assayas für seinen autobiographischen Film „Aprиs Mai“. Daniele Cipri wurde zudem ein Preis für technische Leistung für „E stato il figlio“ überreicht. Dessen Hauptdarsteller Fabrizio Falco durfte sich über eine Auszeichnung als aufstrebendes Talent freuen.

Quelle: Blickpunkt:Film

Foto: Quelle: labiennale.org

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