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„Good Bye Tibet“ im Kino

Good_Bye_TibetVor zehn Jahren verließen sechs tibetische Kinder über einen hohen Gebirgpass ihr Land, in dem ihre ursprüngliche Kultur durch die chinesische Politik unterdrückt wird. Die Protagonisten von Maria Blumencrons Dokumentarfilm „Good Bye Tibet“ stehen für eine riesige Fluchtbewegung aus Tibet, die immer wieder zu dramatischen Zwischenfällen führt, so auch 2000, als die chinesische Polizei die Filmemacherin in Gewahrsam nahm und den Fluchthelfer Kelsang Jigme für zwei Jahre in Haft brachte. In „Good Bye Tibet“ ist zu sehen, wie Blumencron mit fünf der sechs Flüchtlingen von damals an den Ort des Dramas zurückkehrt – der Marsch zu dem Pass auf 6000 Metern Höhe wird zu einem therapeutischen und spirituellen Exerzitium, vor dessen Hintergrund der Tibet-Konflikt in seiner ganzen aussichtslosen Großmachtlogik deutlich erkennbar wird.    

Text: Bert Rebhandl

tip-Bewertung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „Good Bye Tibet“ im Kino in Berlin

Good Bye Tibet, Deutschland 2010; Regie: Maria Blumencron; 90Minuten

Kinostart: 15. Mai

 

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