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„Green Lantern“ im Kino

Green Lantern

„Die grüne Leuchte“ ist eine jener Superheldenfiguren des DC-Comic-Universums, die immer ein Dasein im Schatten des übermächtigen Strahlemanns Superman und des dunklen Ritters Batman fristete. Um so erstaunlicher ist es, das man „Green Lantern“ nun einen aufwändig produzierten Sommerblockbuster spendiert, der es an der Kinokasse mit Marvels, von den Fans mit Spannung erwarteten „Captain America – The First Avenger“ aufnehmen soll.
Der draufgängerische amerikanische Testpilot Hal Jordan (Ryan Reynolds) sieht aus wie ein Unterwäschemodel und wird von einem auf der Erde abgestürzten Alien auserwählt dem Green Lantern Corps beizutreten. In dieser Bruderschaft soll er der erste Mensch sein, der für Recht und Ordnung in den Weiten der Galaxis sorgt. Immer wenn Jordan sich seinen neuen außerirdischen Ring an der Finger steckt wird er zu einem mächtigen Übermenschen in hautengem Dress. Und als er in dieser Montur ein zähnefletschendes Wolkengebilde vermöbelt, das die Erde verschlucken will, steht auch seine Sandkastenfreundin Carol (Blake Lively) endlich auf ihn.
Keine Frage: Prüde Sex- und juvenile Allmachtsfantasien gehören zum Superheldengenre. Aber die neue Ernsthaftigkeit im Superheldenfilm, die Stallkollege Batman kürzlich mit „The Dark Knight“ so fulminant etablierte, verspielt „Green Lantern“ allzu leichfertig. Der Film wimmelt nur so von albernen Superheldenrassen in Stramplern und richtet sich mit seinen realitätsfernen Ausflügen ins Weltall und all den schrulligen Alienfiguren eher an konservative Science-Fiction-Nerds der Star-Trek- und Star-Wars-Fraktion.

Text: Jörg Buttgereit

tip-Bewertung: Zwiespältig

Orte und Zeiten: „Green Lantern“ im Kino in Berlin

Green Lantern, USA 2011; Regie: Martin Campbell; Darsteller: Ryan Reynolds (Hal Jordan/Green Lantern), Blake Lively (Carol Ferris), Peter Sarsgaard (Hector Hammond); 114 Minuten

Kinostart: 28. Juli 2011

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